Zahlung um nicht verklagt zu werden

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benelad
Beiträge: 1
Registriert: 20.06.2017, 10:42

Zahlung um nicht verklagt zu werden

Beitrag von benelad » 20.06.2017, 10:53

Hallo :)

ich hoffe ich finde hier antworten zu meinem problem. Die situation ist wie folgt:
Ich habe bei einem anbieter (manuela pell versand (kurz MPV)) das angebot gesehen, mit einer eigenen partnerwebsite werbung fpr die zu machen und dadurch eine provision pro eintragung auf meiner partnerwebsite zu erhalten.

ich habe daraufhin eine person auf fiverr.com angeheuert, die mir versprochen hat, mir 100 REALE personen zu bringen, die sich auf meiner website eintragen.

Gestern morgen habe ich von MPV eine email erhalten, dass sich 210 personen eingetragen haben und sie mir am freitag eine provision in höhe von ca. 230€ überweisen.
Kurz darauf kam dann eine mail, dass sie vermuten, dass alle anmeldungen gefälscht waren. (das stimmt meiner meinung nach auch) Weiters haben sie dann geschrieben, dass die mich wegen betrugs verklagen werden und auch eine unterlassungsklage gegen mich erheben werden. der einzige weg das zu umgehen ist, dass ich bis freitag 119€ an die überweise. das habe ich auch sofort gemacht. ich habe MPV aber auch meine situation mit dem user von fiverr.com geschildert. bis dato kam da keine antwort.

jetzt stelle ich mir einige fragen. ist die forderung berechtigt, oder geht das schon in richtung erpressung? trifft mich wirklich die volle schuld? ich konnte ja nicht wissen, dass der user von fiverr.com die anmeldungen fälscht. ich habe den bezahlt und gesagt es sollen reale personen sein.
gibt es eine möglichkeit mein geld zurück zu bekommen? welche möglichkeiten habe ich in diesem fall bzw. was sollte ich tun? den fiverr.com support habe ich auch gleich kontaktiert, aber auch noch keine meldung bekommen. das angebot von dem user und alle schreiben von MPV habe ich sofort gesichert.
außerdem würde mich eure generelle meinung zu diesem fall interessieren.

vielen dank im voraus :) [/b]



lexlegis
Beiträge: 1120
Registriert: 01.07.2013, 19:24

Beitrag von lexlegis » 22.06.2017, 09:04

Betrug liegt mangels Schädigungsvorsatzes keiner vor. Erpressung nach § 144 Abs 1 StGB ebenso nicht, vielmehr eine Art „Vergleichsangebot“, das Sie scheinbar angenommen haben. Für Sie gibt es eine sogenannte Gehilfenhaftung (§ 1313a ABGB), also müssen Sie für das Verhalten der Person, derer Sie sich zur Erfüllung Ihrer Pflicht gegenüber dem Auftraggeber bedient haben, einstehen. Der Regress gegen diese Person bleibt Ihnen natürlich vorbehalten.

Das_Pseudonym
Beiträge: 542
Registriert: 29.02.2016, 20:39

Beitrag von Das_Pseudonym » 27.06.2017, 12:58

Wie sieht es mit einen Schadensersatzanspruch aus gegen:
ich habe daraufhin eine person auf fiverr.com angeheuert, die mir versprochen hat, mir 100 REALE personen zu bringen, die sich auf meiner website eintragen.
Kurz darauf kam dann eine mail, dass sie vermuten, dass alle anmeldungen gefälscht waren. (das stimmt meiner meinung nach auch)
*hust* Ernsthaft? Denkst du wirklich das es sich dabei um Reale Personen handelte? :roll:
Als IT Techniker sei mal gesagt hätte bei mir jemand sowas in auftrag gegen hätte ich 100% gescriptet.

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