Schule - Schularbeiten Zeitrahmen überzogen

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Donaufisch
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Schule - Schularbeiten Zeitrahmen überzogen

Beitrag von Donaufisch » 12.06.2019, 17:00

Hallo,
ich habe eine Frage zum "Schulrecht" bzw den Rechten und Pflichten von Lehrern betreffend Schularbeiten.

In der 4ten Klasse Volkschule unseres Sohnes ist die letzte Mathematik Schularbeit gründlich danebengegangen. Die Lehrerin hatte sich offensichtlich in Schwere und Umfang verschätzt.
Nach der offiziellen Zeit (50 Minuten) war kein Schüler mit der Schularbeit fertig. Die Lehrerin hat den Kindern daher zusätzliche Zeit gegeben. Letztendlich waren es zusätzliche 35 Minuten bis ein Großteil der Kinder den Großteil der Schularbeit endlich soweit absolviert hatte, dass -meiner Vermutung nach - die Wahrscheinlichkeit einer Nachschularbeit auf ein vertretbares Maß gesunken war.
Trotz der 35 minütigen Überzeit gab es 10 4er und 5 5er auf 23 Schüler. Einserschüler sind mit 3ern am Boden zerstört...
Wäre die reguläre Zeit eingehalten worden, wäre deutlich mehr als die Hälfte der Kinder negativ und eine Nachschularbeit wäre zwingend notwendig geworden. Zusätzlich war die Benotung im Vergleich zu vorangegangenen Schularbeiten deutlich und sichtbar milder, sodass einige 4er offensichtlich geschenkt wurden.
Auch wenn wir positiv waren, bildet die Schularbeit definitiv nicht das Wissen unseres Kindes ab. Bei der Benotung im Endzeugnis sind wir und auch andere Kinder auf die Gunst der Lehrerin angewiesen.
Viele Eltern zittern jetzt um die Gymnasiumsreife und wollen eine Nachschularbeit anstreben.

Nun meine Frage:
Darf ein Lehrer eine Schularbeitszeit derart überziehen?
Kann man auf Grund der Missachtung der vorgegebenen Zeit die Schularbeit als ungültig erklären lassen?
Welche Gründe würden eine derartige Verlängerung der Prüfungszeit rechtfertigen?



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