Geruch durch - vermutlich - falsches Material im Kamin

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Lathika
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Geruch durch - vermutlich - falsches Material im Kamin

Beitrag von Lathika » 11.03.2026, 20:46

Beinahe täglich ist es in meiner Wohnhausanlage in der Zeit zwischen 18:30 und 21:30 Uhr nicht möglich zu lüften. Irgendein Hausbewohner "verheizt" in seinem Kamin Material, welches nicht zum Verheizen gedacht ist UND es stinkt erbärmlich. An Lüften ist nicht zu denken. Ich wohne in einer Siedlung mit 2-stöckigen Gebäuden...in den Erdgeschoßwohnungen sehe ich teilweise, wer offenbar einen Kamin hat und im Garten sein Holz gelagert hat und zusätzlich zur Zentralheizung heizt...das schließt aber nicht aus, dass auch einige Bewohner im ersten und zweiten Stock einen Kamin besitzen. Jedenfalls kann ich die Bewohner in den Erdgeschosswohnungen nicht unter Generalverdacht stellen...
Was kann ich unternehmen, dass diese massive Geruchsbelästigung unterbunden wird?
An die Hausverwaltung brauche ich mich nicht zu wenden...diese ist nicht sehr kooperativ, wie sich in der Vergangenheit bei diversen Anfragen gezeigt hat...



alles2
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Re: Geruch durch - vermutlich - falsches Material im Kamin

Beitrag von alles2 » 11.03.2026, 23:49

Gründe dafür kann es viele geben. Es soll sogar Leute geben, die ihre Verpackungsmaterialien oder behandeltes Holz (Spanplatten) verheizen, was zwecks dem erhöhten Feinstaub und Gesundheitsrisiko per Gesetz verboten wäre. Ist ein Gespräch mit den Nachbarn nicht möglich, kann die Beeinträchtigung von subjektiv-öffentlichen Nachbarrechten durch Geruchsimmissionen iSv § 364 ABGB bei der Gemeinde oder der Bezirksbehörde gemeldet werden, der die Verfolgung von luftverunreinigenden Übelständen von Amts wegen (durch hoheitlichen Akt) zukommt. In Wien wäre es die Magistratsabteilung MA 22 - Bereich: Luftreinhaltung auf Grundlage des Wiener Feuerpolizeigesetzes, das Einschränkungen der durch den Betrieb von Feuerungsanlagen verursachten Luftverunreinigungen regelt. Eventuell würde die Feuerwehr hinzugezogen oder der ortsansässige Inspektionsrauchfangkehrer angefordert werden, mit dem dann ein Lokalaugenschein vorgenommen und dabei die Thematik mit den Widersachern angesprochen wird.

Man könnte das mit dem stinkenden Rauchfang (Hausbrand) eines Nachbarn auch innerhalb der Siedlung durch ein Rundschreiben bzw. Verteilung von Zetteln lösen. Darin kann darauf aufmerksam gemacht werden, dass die aktuelle Störung so groß ist, sodass es den Wohnungsgebrauch beeinträchtigen würde. Denn auch Eigentümer benachbarter Grundstücke hätten bei der Ausübung ihrer Rechte aufeinander Rücksicht zu nehmen. Um darauf zu sensibilisieren, was wirklich in den Ofen gehört, könnte man den folgenden Link oder dessen Inhalt einbinden:

https://www.richtigheizen.at/brennstoff
bzw. zusätzlich:
https://www.richtigheizen.at/anzuenden

Im Sinne der Aufrechterhaltung des guten Nachbarschaftverhältnisses und um ein verwaltungsrechtliches Abstrafen zu vermeiden, würde man nämlich auf die Veranlassung weiterer Erhebungen und Maßnahmen verzichten wollen, die folgendermaßen aussehen könnten:

https://www.richtigheizen.at/recht

Wie dort zu entnehmen ist, kann als letztes Mittel auf eine Klage auf Unterlassung der olfaktorischen Einwirkung zurückgegriffen werden, sofern das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß überschritten und die ortsübliche Benutzung des eigenen Grundstückes wesentlich beeinträchtigen wird.
Derweil nur stiller Mitleser, da ich gerade von Anwälten schikaniert wurde. Keine Anfragen mehr nach deren Namen und ob Ihr deren Kanzlei auf Google negativ bewerten sollt. Gerne melde ich mich per PN auf Eure Beiträge. Vorher bitte die Forensuche nutzen!

Lathika
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Re: Geruch durch - vermutlich - falsches Material im Kamin

Beitrag von Lathika » 12.03.2026, 05:06

Danke!

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