Hallo,
folgendes Problem: mein Bruder hat vor knapp zwei Jahren das Baby seiner Partnerin adoptiert. Schwerster Fehler seines Lebens, aber ist jetzt nun Mal so. Die beiden sind mittlerweile getrennt. Ex und Baby leben hunderte Kilometer entfernt. Kann mir vom Prinzip her egal sein, da kein Kontakt zu dem Kind besteht oder bestand. ABER, da ich selbst keine Kinder habe sorge ich mich, dass dieses fremde Kind meinen Besitz erben könnte, was ich absolut nicht will. Ich habe auch echte Nichten und Neffen und möchte, dass ausschließlich die einmal erben.
Weiteres Problem: Mein Bruder und ich besitzen Immobilien und Grund gemeinsam. Ich weiß nicht, ob man da mit meiner Hälfte irgendetwas machen kann um diese zu schützen, vermutlich nicht.
Es geht eher um eine neue Immobilie, die ich anschaffen möchte. Zumindest diese will ich absolut nicht in einer potentiellen Erbmasse haben.
Reicht ein Testament, um das fremde Kind zu enterben? Also auch von einem eventuellen Pflichtteil?
Theoretisch ginge ja in meinem Todesfall mein Erbe an meine Brüder, und von denen dann an ihre Kinder. Müsste ich dafür besagten Bruder enterben, falls das überhaupt möglich ist?
Es ginge hier um das Szenario eines unerwarteten/plötzlichen Todes meinerseits. (Ich weiß, dass ich irgendwann mal Schenkungen machen kann.)
Nehme an, das ist Thema für ein paar Beratungsgespräche bei einem Anwalt, aber Hinweise oder Input, was evtl zu beachten ist, oder was ich ansprechen könnte, waren auch schon sehr hilfreich.
Danke!
Erbrecht: adoptierte Nichte soll nicht erben
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Re: Erbrecht: adoptierte Nichte soll nicht erben
Um konkrete Vorschläge müsste man mehr erfahren. Wenn ich rein nach Deinen Ausführungen gehe, gibt es Deine Eltern nicht mehr und Du hast zwei Brüder. Die Nichten und Neffen gehören vermutlich zum anderen Bruder, der kein Kind adoptiert hat. Stimmt das so?
Nur um sicher zu gehen...Deine beiden Brüder sollen in erster Linie jeweils die Hälfte erben. Oder soll ihnen jeweils der Pflichtteil zustehen und der Rest an die Nichten und Neffen des anderen Bruders aufgeteilt werden? Von wie vielen Neffen und anderen Nichten reden wir da? Es geht darum, wieviel von einem etwaigen Pflichtteil überbeiben würde.
Woanders hatte ich das hier geschrieben:
Nur um sicher zu gehen...Deine beiden Brüder sollen in erster Linie jeweils die Hälfte erben. Oder soll ihnen jeweils der Pflichtteil zustehen und der Rest an die Nichten und Neffen des anderen Bruders aufgeteilt werden? Von wie vielen Neffen und anderen Nichten reden wir da? Es geht darum, wieviel von einem etwaigen Pflichtteil überbeiben würde.
Woanders hatte ich das hier geschrieben:
Damit möchte ich gesagt haben, dass die Enterbung oder Pflichtteilsminderung zum jetzigen Zeitpunkt eher unrealistisch wäre. Nachdem die Adoptivtochter noch lange keine 18 Jahre ist, käme auch ein Erb- oder Pflichtteilsverzicht nicht in Frage.alles2 hat geschrieben: ↑30.05.2024, 23:20Auf ein Erbe kann nach den Kriterien des § 551 Abs.1 ABGB verzichtet werden. § 770 ABGB normiert, unter welchen Umständen ein Pflichtteilsberechtigter enterbt werden kann. Und § 758 Abs.1 ABGB besagt, dass einem der Pflichtteil nicht zusteht, wenn man enterbt wurde oder (zu Lebzeiten des Erblassers) auf den Pflichtteil verzichtet hat.
Derweil nur stiller Mitleser, da ich gerade von Anwälten schikaniert wurde. Keine Anfragen mehr nach deren Namen und ob Ihr deren Kanzlei auf Google negativ bewerten sollt. Gerne melde ich mich per PN auf Eure Beiträge. Vorher bitte die Forensuche nutzen!
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Re: Erbrecht: adoptierte Nichte soll nicht erben
Hallo,
danke für die Antwort!
Richtig, habe zwei Brüder, von denen einer zwei leibliche Kinder hat und der andere eben besagte Adoptivtochter.
Es wäre für mich auch ok, meiner Mutter alles zu vermachen, also Brüder von Pflichtteilen zu enterben, falls das möglich ist.
Hatte auch überlegt, Teile meines Besitzes (Immobilie und Geld) irgendwie so anzulegen, dass es nicht in die Erbmasse fällt. Sparbuch, oder Bausparvertrag auf den Namen meiner leiblichen Neffen/Nichten, zB. Zwecks der Immobilie (Ausland) tue ich mir schon schwerer.
Liebe Grüße
danke für die Antwort!
Mutter lebt noch, Vater schon lange tot.Wenn ich rein nach Deinen Ausführungen gehe, gibt es Deine Eltern nicht mehr und Du hast zwei Brüder. Die Nichten und Neffen gehören vermutlich zum anderen Bruder, der kein Kind adoptiert hat. Stimmt das so?
Richtig, habe zwei Brüder, von denen einer zwei leibliche Kinder hat und der andere eben besagte Adoptivtochter.
Es wäre für mich auch ok, meiner Mutter alles zu vermachen, also Brüder von Pflichtteilen zu enterben, falls das möglich ist.
Hatte auch überlegt, Teile meines Besitzes (Immobilie und Geld) irgendwie so anzulegen, dass es nicht in die Erbmasse fällt. Sparbuch, oder Bausparvertrag auf den Namen meiner leiblichen Neffen/Nichten, zB. Zwecks der Immobilie (Ausland) tue ich mir schon schwerer.
Soweit ich die Mutter bisher kennengelernt habe, und das war zum Glück nicht viel, würde sie dem niemals zustimmen, und sollte das Kind charakterlich nach ihr kommen, das Kind wohl auch nicht. Darauf möchte ich mich nicht verlassen.Damit möchte ich gesagt haben, dass die Enterbung oder Pflichtteilsminderung zum jetzigen Zeitpunkt eher unrealistisch wäre. Nachdem die Adoptivtochter noch lange keine 18 Jahre ist, käme auch ein Erb- oder Pflichtteilsverzicht nicht in Frage.
Liebe Grüße
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