Was tun, wenn Nachbar KFZ-Unfall provozieren möchte

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Gerald63
Beiträge: 1
Registriert: 15.08.2020, 13:48

Was tun, wenn Nachbar KFZ-Unfall provozieren möchte

Beitrag von Gerald63 » 15.08.2020, 14:29

Ich wohne in einer Sackgasse mit 30km/h - Beschränkung.
Aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen ist die Bewohnerin eines Nachbarhauses scheinbar sehr darum bemüht, ihre Mitbürger zu schikanieren wo es nur geht.
Kürzlich: Meine Partnerin reversiert langsam von der KFZ-Abstellfläche meines Grundstücks in Richtung Straße. Sie sieht, dass besagte Nachbarin ebenfalls aus ihrer Hauseinfahrt fährt (sie muss an meinem Grundstück vorbei fahren) und stoppt. Das Fahrzeug ragt einige Zentimeter in die Straße. Die Nachbarin fährt also aus ihrer Einfahrt heraus auf die Straße, danach stoppt sie ebenso ihr Fahrzeug und wartet. Unter "normalen" Umständen würde man meinen, die Nachbarin würde meine Partnerin herauslassen. Als meine Partnerin sehr langsam noch einige Zentimeter zurücksetzt, gibt die Nachbarin so richtig Gas und schießt auf das Auto meiner Partnerin zu. Zum Glück hat meine Partnerin sehr schnell reagiert, hat sofort gebremst und ist schnellstmöglich wieder ganz in die Einfahrt gefahren sonst wäre es unweigerlich zum Zusammenstoß gekommen.
Von ähnlichen Vorfällen habe ich auch schon von anderen gehört: Nachbarin wartet, bin ein Fahrzeug ein wenig in die Straße hineinragt und schießt dann mit gefühlt Vollgas haarscharf an diesem Fahrzeug vorbei.
Wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, fährt sie extraschnell und extraknapp vorbei.
Was können wir Anrainer unternehmen, um dieses gefährdende Verhalten zu unterbinden? - Passiert ist bisher zum Glück nichts.



alles2
Beiträge: 565
Registriert: 09.08.2015, 11:35

Re: Was tun, wenn Nachbar KFZ-Unfall provozieren möchte

Beitrag von alles2 » 15.08.2020, 17:34

Es bei der Polizei anzeigen wäre eine Möglichkeit! Auch wenn am Ende wegen Verfahrenseinstellung nichts dabei rumkommen könnte, würde es für sie ein Schuss vor den Bug bedeuten. Sie würde es sich beim nächsten Mal besser überlegen, mit wem sie sich anlegt, zumal sie über das Verfahren informiert werden würde.
Da sie das Fahrzeug überspitzt formuliert als "Waffe" benutzt, könnte ihr im Extremfall der Führerschein entnommen werden.

Dieses ungebührliche, "gefährdende Verhalten", bei der sie die Gesundheit der Beteiligten aufs Spiel setzt, fällt auf strafrechtlicher Ebene unter dem Begriff Fahrlässigkeit nach § 6 StGB (Definition). Je nach dem, wie die Justiz von der Erfüllung eines Straftatbestands überzeugt ist, könnte sie theoretisch wegen § 88 StGB belangt werden.
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