Mein Vermieter mobbt uns! Hilfe

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Tascha10
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Mein Vermieter mobbt uns! Hilfe

Beitrag von Tascha10 » 26.09.2016, 14:12

Liebe Leute ich bitte um Hilfe  mein Vermieter dreht durch!
Zur Vorgeschichte: Wir sind Mieter eines Einfamilienhauses und mein Vermieter kommt immer wieder unangemeldet aufs Grundstück zur Kontrolle. Er läutet nicht einmal an, sondern steht dann morgens um 6.00 im Garten. Wir erklärten Ihm dann einmal, dass er sich anzumelden hat und auch nicht ungebührlich oft auftauen kann, da er das Haus und den Garten vermietet hat. Seither herrscht Krieg und er ist noch lästiger als zuvor.
Vorm Sommer kam er wieder unangemeldet und begann eine Aussenmauer abzuschlagen, nach 3 Stunden ging er wieder und ließ den Bauschutt liegen, der noch immer dort liegt. Nun bekamen wir einen Brief indem er uns mitteilt, dass er nächste Woche mit der Aussensanierung des Hauses beginnen wird und er dies selbst machen wird. Er fordert Strom und Wasser vom Haus und erklärte uns in dem Schreiben, dass die Sanierung bis 2020!!! dauern wird und das die gesetzlichen Arbeitszeiten von 6.00 – 22.00 von Mo – Sa sind, daher ist dies in seinem Kopf ein uneingeschränkter Zugang auf das Grundstück 6 Tage die Woche, 16 Stunden am Tag bis 2020. Wohlgemerkt endet unser Mietverhältnis 2020, also möchte er die gesamte verbleibende Mietzeit vor Ort, lästig sein. Es wohnen 2 kleine Kinder im Haus und mein Mann arbeitet im Nachtdienst, das weiß er und deswegen hat er uns geschrieben, dass wenn wir andere Arbeitszeiten wünschen, dann geht dies nur gegen finanzielle Zuwendung, d.h. er versucht uns auch noch zu erpressen.
Fakt ist, dass eine professionelle Baufirma max 2 Wochen für die Aussensanierung benötigen würde.
Nun zu meinen Fragen:
Muss ich dem vermieter gestatten, die Arbeiten selbst durchzuführen, auch wenn es dadurch unglaublich viel länger dauert. Muß ich den 16 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche dulden? Was ist mit einer Absicherung der Baustelle wegen meiner Kinder? Baustelle ist dann sicher nicht versichert, sollte etwas passieren. Kann ich gegen ihn wegen Mobbing vorgehen? Kann ich etwas bezüglich der „finanziellen“ Zuwendung machen? Muß ich ich Strom und Wasser zur Verfügung stellen und wenn ja, was darf ich dafür verlangen?

Bitte um Hilfe!
Vielen Dank
Manuela



lexlegis
Beiträge: 1120
Registriert: 01.07.2013, 19:24

Beitrag von lexlegis » 28.09.2016, 15:10

Guten Tag!

Das Beste wäre hier wirklich eine ordentliche Besitzstörungsklage nach § 339 ABGB (auf Unterlassung und Schadenersatz klagen) bei Gericht einzureichen, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten. Sie können auch die Polizei rufen, wenn der Vermieter wieder unangekündigt auftaucht (§ 38 Abs 5 SPG).

Eine solch lange Sanierungszeit, wie vom Vermieter angegeben, müssen Sie jedenfalls nicht dulden. Selbst wenn, wären sie während der Dauer dieser Sanierungsarbeiten von der Entrichtung des Mietzinses befreit (§ 1096 Abs 1 Satz 2 ABGB). Das Mietobjekt ist nämlich jedenfalls dann als unbrauchbar zu deklarieren, wenn ständig Lärmemissionen davon ausgehen und diese auf Verschulden des Vermieters zurückzuführen sind.

Alles Gute!

MfG
lexlegis

Hubert Neubauer
Beiträge: 677
Registriert: 07.08.2012, 08:42

Beitrag von Hubert Neubauer » 28.09.2016, 23:21

Schadenersatz bei einer Besitzstörungsklage?

Tascha10
Beiträge: 4
Registriert: 26.09.2016, 10:01

Beitrag von Tascha10 » 29.09.2016, 08:47

Danke für die Antwort, das hilft uns zumindest mal in der Argumentation!!!

LG

Manuela

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