Scheidung, Haus mit Wohnbauförderung

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Michaela2
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Scheidung, Haus mit Wohnbauförderung

Beitrag von Michaela2 » 03.03.2007, 22:43

Liebe Forum-Nutzer!

Wir haben ein gemeinsam 1994 mittels Wohnbauförderung gebautes Haus und sind beide im Grundbuch eingetragen (und beide Förderungsnutzer).

Ich möchte mich nach 19 Jahren scheiden lassen und in eine neue Wohnung (wieder mittels Wohnbauförderung) ziehen. Dazu muß ich aber aus dem Grundbuch heraus.

Wir haben zwei Töchter (18 und 20), die noch in Ausbildung sind. Die ältere der beiden möchte im Haus bleiben und wir wollen es deshalb (noch) nicht verkaufen. Was soll ich unbedingt beachten, damit ich auch noch nach der Scheidung an meinen "Hausanteil" komme, falls es doch verkauft wird. Eine WbF in der Höhe von Euro 70.000,- und ein Bausparer von 4.500,- sind noch offen und im Grundbuch eingetragen.

Mein fast Ex-Mann sagt zwar jetzt, das wir uns sicher später auch noch gütlich einigen können, aber darauf verlasse ich mich lieber nicht. Vor allem, weil er nciht versteht, warum ich mich scheiden lassen will (weil er nur alle 10 Tage für ein paar Std. zuhause ist und da wohne ich lieber alleine).

Vielen dank für Eure Antwort (en).



MEMIL
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RE: Scheidung, Haus mit Wohnbauförderung

Beitrag von MEMIL » 04.03.2007, 05:47

Liebe Scheiderin!

Die Männer sind alle gleiche, du brauchst deinem Mann nicht glauben :-)))

Ich weiß wovon ich rede, ich bin ein Mann… :-))) Diese sind die lustige Denkmuster :-)))

Nun, ganz ernst: In einer Ehe man nicht ein Betrüger sein und dem Partner Nachteile zu bereiten. Da sind viele subjektive und emotionelle Komponenten die die Situation nur komplizieren (vielliecht liebt er dich sogar sehr und will anketten). Deswegen brauchst du ihn nicht als Betrüger ansehen (was du auch im deinen Beitrag nicht gemeint hast) aber natüüüüüüüüüüüüüüüülich solltest du hier sehr vorsichtig handeln. Und ich sage dir wie:



Wenn du nach der Scheidung eine neue Wohnung mit Wohnbauförderung erwerben willst, brauchst schon sowieso unbedingt, deinen Name komplett aus der laufenden Förderung löschen. Du darfst nicht zwei Förderungen zu gleich haben und die Förderung gilt nur für den Wohnsitz wo man den Hauptwohnsitz hat. Das ist Punkt 1.

Punkt 2., würde ich dir nicht empfehlen irgendeine Vereinbarung außerhalb der Scheidung mit deinem Mann zu treffen. Das könnte dir teuer werden. Du kannst alles, inklusiv eventueller finanziellen Ansprüche in Rahmen der Regelung für die Abtretung deines Rechtes auf die Wohnung, mit der Scheidung und beim Gericht vereinbaren.

Die andere Möglichkeit ist dass du eine außergerichtliche Einigung mit dem potenziellen Exler triffst, aber du keine Vereinbarung unterschreibst, wo drinnen steht, dass du lieb bist, er lieb ist, die Kinder lieb sind, und du irgendwann irgendwas von ihm was bekommen wirst. Das (so skurril es klingt, habe ich schon soche Vereinbarungen gesehen) ist sicher nicht gut… Wenn du dir traust, mit ihm was „Mann zu Mann“ zu vereinbaren, dann soll er sich einen Kredit selbst nehmen und das Geld dir auf die Hand drucken, damit deinen Anteil einmal ausbezahlt ist, und du kannst später irgendwann die Abtretung deines Anteils aus dem Grundbuch durch Unterschrift erledigen. Dann ja, du bist lieb, er ist lieb, alles ist paletti….

Zusammenfassend: Beim Gericht, oder Bar!

Alles Gute,

MEMIL




Michaela2
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RE: Scheidung, Haus mit Wohnbauförderung

Beitrag von Michaela2 » 04.03.2007, 10:32

Danke für die Antwort (in aller Frühe!).

Hab mich schon erkundigt wg. der Förderung, weiß daß ich aus dem Grundbuch raus muß. Daher meine Sorge, was mit meinem Anteil wird. Kredit kann er sich nicht nehmen lt. Bank, da das Land noch mit der gesamten Förderung drinnen ist und erst nach Beendigung aller Zahlungen raus geht (obwohl dzt. "nur" mehr 70.000,-- offen sind). Die Bankberaterin meinte, er bekäme höchstens 25.000 Kredit (könnte ihn aber sowieso nicht zurückzahlen. Zu wenig offizielles Einkommen).

Bleibt mir also nur, eine Vereinbarung vor Gericht. Soll ja auch nicht so teuer werden.

Also, Betrüger will ich ihn nicht genannt haben, er arbeitet halt fast rund um die Uhr und liebt seinen Beruf. Er könnte auch weniger arbeiten und die Förderugn langsamer zurückzahlen - aber...... Naja, so hab für mich halt festgestellt, daß ich im Prinzip immer Alleinerziehend udn Alleinstehend war (auch, wenn ich am PApaier verhairatet bin). Deshalb versteht er nicht, warum ich gehe, wo ich doch eh alles habe.....

Schönen Sonntag noch,

M.

Michaela2
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RE: Scheidung, Haus mit Wohnbauförderung

Beitrag von Michaela2 » 04.03.2007, 10:34

Entschuldigt bitte meine Rechtschreibfehler am Ende meines letzten Beitrages - geistige Verwirrung !

M.


MEMIL
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RE: Scheidung, Haus mit Wohnbauförderung

Beitrag von MEMIL » 04.03.2007, 17:31

Die Sorge mit den Tippfehlern brauchst gar nicht erwähnen, die passieren mir dauernd.

MfG,

MEMIL


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