Besuchsrecht einklagen - Klageberechtigung

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schnitzel
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Besuchsrecht einklagen - Klageberechtigung

Beitrag von schnitzel » 09.07.2020, 08:46

Liebe alle,

mal eine Frage, die man allgemein auf AußerStreitverf stellen könnte.

Hier muss ja jeder seine eigenen Verfahrenskosten tragen.

Sollte man aber nicht erwarten dürfen, dass wenn jemand ein Recht einklagt - dass dieses Recht auch überhaupt verletzt wurde?

Als Beispiel:
Die Großeltern wollen Besuchsrecht einklagen. Dieses wurde aber niemals verletzt. Die Großeltern haben die Antragsgegnerin=Mutter niemals gefragt, ob sie das Enkelkind sehen dürfen / Bindung aufbauen können. Im Gegenteil: Die Mutter hat alle paar Monate aktiv eigeninitiativ den Großeltern geschrieben, sie können sich jederzeit bei ihr melden und dürfen natürlich das Enkel auch jederzeit besuchen/sehen, vor allem zu besonderen Anlässen.

Die Großeltern haben niemals reagiert, seit 9 Monaten nicht nach dem Enkel gefragt und stellen jetzt aber Antrag bei Gericht.

Enkel ist erst 1 Jahr alt, sprich da besteht keine Bindung, weil ja nie eine aufgebaut wurde. Die Großeltern und generell die Familie väterlicherseits zieht die Mutter nur gerne vor Gericht.

Nun entstehen aber der Mutter allein durch Stellungnahmen/Äußerungen/Gerichtseingaben Kosten (selbst wenn sie sich nicht anwaltlich vertreten lässt, was aber ratsam ist, da die Großeltern anwaltlich auftreten und die absurdesten Beschuldigungen an den Tag legen - zB dass die Mutter nur "Schein"-Besuchsangebote gemacht hat, Kindeswohl gefährdet, und andere Absurditäten.)

Die Mutter hat sich aber wirklich nie was zuschulden kommen lassen, kann belegen, dass sie den Großeltern immer kooperativ gegenüber getreten ist. Im Gegensatz dazu können die Großeltern nur Behauptungen aufstellen und nicht belegen, dass sie jemals selbst nach Besuchen oder sonstigem gefragt hätten.

Dadurch, dass der Mutter durch die Vorgehensweise Kosten entstehen, ist die Frage: Kann man das wirklich in keiner Weise abwehren? Immerhin würden diese Kosten nicht entstehen, wenn die Großeltern schlichtweg kommuniziert oder gefragt hätten - das wäre nicht nur zumutbar, sondern auch angebracht.

Können Richter/Gerichte also damit argumentieren, dass der Gang vor Gericht nicht notwendig wäre, wenn man sich angemessen anderswertig bemüht hätte, zu Besuchen zu kommen? Der Gang vor Gericht stellt hier doch wirklich nicht das gelindeste Mittel dar.



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