Probleme mit Notar

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Mariacarolina
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Probleme mit Notar

Beitrag von Mariacarolina » 25.09.2018, 21:40

Eine Frage in die Runde....Wer vertritt gegen einen Notar? Mein Partner und ich haben gemeinsam ein Haus gekauft. Es wurde im Vorfeld besprochen (und vom Notar schriftlich bestätigt), dass vorab NICHT verbüchert werden soll. Unmittelbar danach hat er ohne Vorwarnung doch verbüchert. War zu keinerlei Hilfestellung oder Stellungnahme bereit. Dann hat er, nur einem von uns, eine Honorarnote geschickt, die wir dem Grunde und der Höhe nach bestritten haben und angeboten, die Vertragserrichtungskosten und Gerichtsgebühren zu zahlen bzw. Um ein klärendes Gespräch gebeten. Nach nunmehr 9 Monaten kam nun die Klage an jeden von uns. Ich erwäge eine Widerklage wegen Vermögenschaden.
WO kann ich sinnvollerweise hingehen? Sollte ich den Anwalt für die Klagsbeantwortung in einem anderen Bundesland suchen?
Ganz vielen Dank für ein paar Tipps...



SK
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Re: Probleme mit Notar

Beitrag von SK » 25.09.2018, 22:25

Der Sachverhalt ist noch etwas dürftig.

Warum hätte nicht verbüchert werden sollen? Wenn ein KV abgeschlossen wird, fällt automatish Grunderwerbssteuer an. Die Eintragungsgebühr wird auch fällig, kann jedoch bei Nichtverbücherung zurückgefordert werden.

Was wurde mit dem Notar warum vereinbart?

MfG RA Sebastian Kinberger

Mariacarolina
Beiträge: 3
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Re: Probleme mit Notar

Beitrag von Mariacarolina » 27.09.2018, 11:21

Sehr geehrter Herr Dr. Kinberger,

Der Grund für die gewünschte (kurzfristige) Nichteintragung war mein Exmann. 3 Vorstrafen wegen häuslicher Gewalt (107 b) und Nötigung. Dazu das übliche an Zorn, ob meiner neuen Partnerschaft. Kriegszustand halt. Er hat sehr viel Geld und einen Anwalt der für ihn Namensabfragen macht. (Und bereits gemacht hat) . Ich wollte einerseits meinen Partner und mich schützen, anderseits das neue Haus auf einen.gewissen Sicherheitsstandard bringen. Ich habe bereits 2011 2 Häuser erworben, da war eine kurzfristige Nichteintragung, aus oben erwähnten Gründen, kein Thema.
Ich GLAUBE, dass es durchaus rechtens ist, nicht sofort zu verbüchern. Beim KV hat ja der Notar noch gemeint, dass das kein Problem wäre, hat das dann schriftlich auch noch bestätigt, dass es eben so gewünscht wäre.
Ich möchte noch anmerken, dass ich hier keine GRATIS Rechtsauskunft suche. Bloss einen Rat, WOHIN ich mich wenden kann bzw. ob ich für die Rechtsvertretung (Klagsbeantwortung/Einspruch/Widerklage) einen Anwalt in einem anderen Bundesland (Wien/Nö) nehmen sollte um Verwicklungen zu vermeiden. Ganz vielen Dank!

MG
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Re: Probleme mit Notar

Beitrag von MG » 27.09.2018, 16:06

Auch wenn der Notar hier einen Fehler gemacht hat, wird es wohl daraus kaum einen finanziellen Anspruch gegen ihn geben.

Wäre z.B. beabsichtigt gewesen, weiter zu verkaufen, dann hätte man sich die 1,1% Eintragungsgebühr erspart, aber das liegt in Ihrem Fall ja nicht vor. So gesehen, hat der Notar "zu viel erledigt", bzw. etwas jetzt erledigt, was Sie früher oder später ohnedies hätten erledigen müssen. Daraus wird wohl kein Schaden ableitbar sein.

Auch sonst kann ich nicht erkennen, welchen - finanziell bewertbaren - Schaden er Ihnen verursacht haben soll.

Außerderm sehe ich auch aus Sicht des Verkäufers es für nicht unproblematisch, dass dieser, obwohl er verkauft und übergeben hat, nach wie vor im Grundbuch bleiben soll.

Da Sie somit wohl keine - finanziell bewertbaren - Ansprüche aus diesem Fehler einwenden können, wäre es meiner Ansicht nach am klügsten, das Honorar zu zahlen und zu versuchen, einen "Nachlass" bei den Kosten zu verhandeln.

Auf einen Prozess würde ich mich - ausgehend vom Informationsstand, den Sie hier eingebracht haben - nicht einlassen!

mfG
RA Michael Gruner

Mariacarolina
Beiträge: 3
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Re: Probleme mit Notar

Beitrag von Mariacarolina » 27.09.2018, 18:15

Vielen Dank für Ihre Mühe.
Eingetragen wurde in den ersten Jänner Tagen. Da uns trotz mehrmaliger Bitten der Notar weder zurückgerufen hat noch Hilfestellung angeboten hat.....Wir haben alles auf meinen Partner umschreiben lassen, da wir 3s einfach nicht besser wussten und vor dem.Dreikönigstag eben nur EIN anderer Notar greifbar war. Mir gehört nun von dem Haus, das ich finanziert habe genau nichts mehr. Falls eine Eintragung unbedingt nötig ist, hätten wir von Beginn an anders agiert. So aber wurde uns auch schriftlich bestätigt, dass die Eintragung unterbleibt nur um dann vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Das Resümee aus meiner Sicht....Falls ich je wieder einen Notar benötige, dann nur mit laufendem Diktaphon. Und der Respekt ist mir abhandengekommen. Für mich war bis dato ein Notar eine Respektsperson. Fehler können überall passieren aber ich denke, dass hier alles, was nur irgendwie möglich war, schiefgegangen.ist. Und dann sich totzustellen, obwohl die Kanzlei besetzt war und der betreffende Notar nicht auf Urlaub war, das empfinde ich einfach als unterste Schublade. (Ich bin und war ein unkompliziert/angepasster Mandant und habe mich noch NIE aufgelehnt bzw. Hätt ich so etwas gar nicht gewagt....)

Das_Pseudonym
Beiträge: 487
Registriert: 29.02.2016, 20:39

Re: Probleme mit Notar

Beitrag von Das_Pseudonym » 27.09.2018, 22:55

Wennst einen Anwalt suchst: http://rakwien.at/ zb.

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