Wegerecht erhalten

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audi89
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Wegerecht erhalten

Beitrag von audi89 » 06.01.2017, 16:13

Guten Tag, bin neu hier. Betrifft Steiermark:

Folgende Schilderung: Wir müssen ein Grundstück (Erbsache) (Landw. Nutzung) kein Bauland verkaufen. Die Ursprüngliche Zufahrt führte Ehemals über unser Elterngrundstück vorbei. Mittlerweile Besitzwechsel und somit gibt es auch keinen weg mehr (Zaun). Somit wollten wir für das Landw. Grundstück den Waldweg vom Nachbarn benutzen der auch zum Grundstück führt. Wird sind dort aber nie gefahren-gegangen. Nun wollten wir es haben (sogar erkaufen) nur ihm interessiert das nicht. Somit haben wir ein Grundstück ohne weg dorthin und müssen es aber loswerden. Welche Lösungen gibt es. Habe schon mit einem RA gesprochen. Er meinte das wird man wohl nix machen können. Was sagt Ihr dazu?? Derzeit können wir es nicht einmal bewirtschaften, da dieser mit Klage droht wenn wir über seinen Weg gehen-fahren. der Weg ist 100m lang und führt über einen Wald. Der Nachbar will nicht dass wir an jemanden -fremden- verkaufen......Kaufinteressenten gäbe es ja genug.... :!:



Manannan
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Beitrag von Manannan » 06.01.2017, 18:38

Zuerst den Anwalt wechseln :)

Der Eigentumswechsel spielt bei Wegservituten grundsätzlich keine Rolle, außer es handelt sich um eine Personalservitut, dh. das Wegerecht ist nur einer bestimmten Person eingeräumt.
Daher Blick ins Grundbuch, C-Blatt.
Sollte die Dienstbarkeit nicht im Grundbuch eingetragen sein, dann vielleicht in Urkunden (zB Kaufvertrag).
Wurde das Geh- und Fahrtrecht über das Grundstück mindestens über 30 Jahre ausgeübt, dann ist es ersessen und kann so gegen den Eigentümer gerichtlich durchgesetzt werden.
Als letztes Mittel wäre das Notwegegesetz zu nennen, mit dem Sie die Einräumung eines Weges zu Ihrer Liegenschaft begehren können.

Gehen Sie zum nächsten Gerichtssprechtag bei dem für Sie zuständigen Bezirksgericht bzw suchen Sie sich einen Rechtsanwalt, der in Liegenschaftsangelegenheiten etwas mehr bewandert ist.

audi89
Beiträge: 2
Registriert: 06.01.2017, 16:03

Beitrag von audi89 » 06.01.2017, 18:59

es wird wohl nur das notwegegesetz zum tragen kommen. da wir den weg nie benutz haben/hatten und immer anders zufuhren, bzw. der weg erst vor 20 jahren gebaut wurden, fallen alle punkte schon mal weg und eine dienstbarkeit wurde damals -weil es nicht relevant war- auch nicht begründet. :?

Manannan
Beiträge: 1447
Registriert: 28.09.2012, 11:08

Beitrag von Manannan » 06.01.2017, 20:14

Sie haben geschrieben "Die Ursprüngliche Zufahrt führte Ehemals über unser Elterngrundstück vorbei".
Demnach muss auf der Liegenschaft eine Zufahrt bestanden haben und daher mein Argument für die Ersitzung.

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