inkasso: zahlungsaufforderung --- EILIG

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Fatburner
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inkasso: zahlungsaufforderung --- EILIG

Beitrag von Fatburner » 22.04.2015, 22:21

hallo

ich habe eine zahlungsaufforderung eines inkasso büros erhalten, da eine für mich nicht nachvollziehbare vereinsmitgliedschaft ausständig sei.

die ausgangslage stellt sich folgendermaßen dar:

ich bin in den jahren 2013 und2014 des öfteren in einem sportverein gewesen und habe deren angebot genutzt. zu beginn habe ich die dortigen verhaltensregeln unterschrieben (kein alkohol, unter 18 in begleitung eines erwachsenen, anordnungen des personals folge leisten, alles ordentlich hinterlassen, beschädigungen melden, etc).

für die teilnahme des dortigen angebots wurde mir seinerzeit angeboten (1) für jedes training 12 euro zu bezahlen oder (2) einen jährlichen einmalbetrag von 70 euro sowie 3 euro pro training zu bezahlen.
ich habe mich damals für die variante (2) entschieden und auch so abgerechnet (kein abbuchungsauftrag, alles bar vor ort bezahlt).

dieses jahr, 2015, habe ich keine zeit mehr dort zu trainieren, war auch nie dort und habe daher auch nichts eingezahlt.

dieses jahr erhielt ich per post erlagscheine mit einer zahlungsaufforderung sowie letztendlich ein schreiben eines inkasso büros.

auch nach 3 maligen telefonaten mit diesem inkassobüro konnte mir nicht vermittelt werden welche vertraglichen verpflichtungen ich eingegangen sein soll. die einzigen mir zur verfügung gestellten unterlagen sind eine kopie der zu anfang unterschriebenen verhaltensregeln in der sportstätte sowie ein auszug aus dem trainingsbuch des sportvereins, an welchen tagen ich in den letzten 2 jahren dort war.

meine fragen lauten daher:
a) ist diese zahlungsaufforderung rechtens?
b) ist diese verhaltensanweisung gleichbedeutend einem mitgliedschaftsvertrag?
c) müßte ich nicht in irgendeiner art und weise nachweislich und schriftlich auch auf meine verpflichtungen hingewiesen worden sein (statuten, zahlungsmodalitäten, etc)?
d) mit welchen maßnahmen seitens des inkasso-büros muß ich rechnen?
e) was mache ich nun???

der geforderte betrag ist nichtmal 150 euro, es geht mir aber hier ums prinzip, aber da ich keine leistungen des sportvereins in anspruch nehme sehe ich nicht ein wieso ich hier zur kasse gebeten werde. noch dazu ohne vertrag.

für antworten bedanke ich mich bereits im voraus!



selina
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Beitrag von selina » 23.04.2015, 19:13

Wenn schon ein Inkassobüro eingeschaltet wurde würde ich telefonisch gar nichts mehr unternehmen.

Sie könnten entweder sofort mittels eingeschriebenen Briefes die Zahlungsaufforderung beeinspruchen, oder morgen bei der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer einen Termin vereinbaren.
Wichtig: Dorthin alle vorhandenen Unterlagen mitnehmen (Vor- und Rückseite der Verhaltensregeln...)!

Manchmal liegt der Hund nämlich auch im Kleingedruckten auf der Rückseite.
Während man davon ausgeht nur die Verhaltensregeln unterschrieben zu haben hat man jedoch auch die Geschäftsbedinungen (häufig auf der Rückseite) akzeptiert, die durchaus Kündigungsmodalitäten enthalten können.

Fatburner
Beiträge: 5
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Beitrag von Fatburner » 24.04.2015, 01:34

danke für den tip. da werd ich bei der konsumentenberatung gleich mal nachfragen.

zum kleingedruckten, es ist tatsächlich nur eine seite (auch in der fußzeile als seite 1 von 1 angeführt) und es gibt keinerlei angaben die auf eine mitgliedschaft schließen lassen. bloß angaben zum verhalten während des trainings.

Fatburner
Beiträge: 5
Registriert: 18.11.2013, 15:48

Beitrag von Fatburner » 18.08.2015, 18:59

update:

der konsumentenschutz hat mich informiert, daß es eine vereinsmitgliedschaft auch OHNE einen mitgliedsvertrag geben kann. weiters wurde mir mitgetilt, daß bei weiterer zahlungsverweigerung die sache vor gericht anhängig sein wird mit sehr unsicherem ausgang, dh einem hohen risiko von zusätzlichen mehrkosten.

mir konnte vom sachbearbeiter des konsumentenschutzes nicht mitgeteilt werden auf welchen paragraphen sich diese gesetzmäßigkeit stützt. kann mir hierbei jemand weiterhelfen?

vielen dank

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