Zeugenaussage eines Ehepartners

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Weissa41
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Zeugenaussage eines Ehepartners

Beitrag von Weissa41 » 18.02.2013, 09:12

Hallo Zusammen,
ich möchte in diesem Forum die Frage in den Raum stellen
1.) ob ein Ehepartner eine Zeugenaussage machen muss oder nicht. Es ging dabei um eine Körperverletzung.
Nach Aussage einiger Bekannten ist es kein muss.

2.) bei der Verhandlung (die Zeugin ist deutsche Staatsbürgerin) hat sie gesagt, dass sie eine Tüte mit Brötchen in der Hand hielt.
Der RA der Angeklagten besserte "Brötchen" auf "Semmeln" aus. Darf er das, oder ist das Diskreminierung der deutschen Sprache?
Natürlich ist das eine Kleinigkeit, es geht ja fast immer ums Prinip.

Für ehrliche Antworten wäre ich dankbar.

mit freundlcihen Grüßen

Weissa41



Manannan
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Beitrag von Manannan » 18.02.2013, 19:53

Ich gehe davon aus, dass die Seite, die diese Frage beantwortet haben will, in diesem Verfahren anwaltlich vertreten ist. Daher wäre die "Brötchen/Semmelfrage" an diesen zu richten.
Ehepartner sind von der Pflicht zur Aussage befreit.

Weissa41
Beiträge: 62
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Hallo Manannan

Beitrag von Weissa41 » 19.02.2013, 19:13

Recht herzlichen Dank für Ihre Antwort. Leider war meine Gattin nicht in der Lage den Anwalt der Gegenpartei auf diese Brötchen- Semmeln anzusprechen.

Auch wurde ich vokn meinem Anwalt und dem Richter nicht informiert, dass ich zur Zeugenaussage nicht verpflichtet bin. Es wurde nämlich vom RA der Gegenpartei meiner Fau verlagt.
Ist das Rechtens?

Danke
Weissa41

Manannan
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Beitrag von Manannan » 19.02.2013, 19:41

Es wäre Aufgabe Ihres Anwaltes gewesen. Auch der Richter hätte hier seine Manduktionspflicht wahrnehmen müssen.
Haben Sie auf Ihre Befreiung von der Aussagepflicht nicht ausdrücklich verzichtet, so ist ihre gesamte Aussage nichtig und das Protokoll insoweit zu vernichten.

Weissa41
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Beitrag von Weissa41 » 22.02.2013, 06:07

Es kam von beiden, Richter und RA nichts. Wie lange wäre die Einspruchsfrist? Gibt es eine?
Danke nochmals für die Aufklärung.

Manannan
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Beitrag von Manannan » 22.02.2013, 09:02

Die genauen Fakten, Umstände und rechtl. Möglichkeiten muss Ihr Anwalt prüfen. Schließlich haben Sie ihn auch honorarpflichtig beauftragt.
UU könnte das ergehende Urteil auch wegen Nichtigkeit bekämpft werden.

Weissa41
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Beitrag von Weissa41 » 25.02.2013, 06:18

Recht herzlichen Dank für die Auskunft. Ich werden den RA darauf ansprechen.

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