ab,wann spricht man von einer Verschleppung des Prozzeses?

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Amoon1
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ab,wann spricht man von einer Verschleppung des Prozzeses?

Beitrag von Amoon1 » 14.10.2020, 20:28

Hallo!
ich bin seit 2017 in einem Zivilporzess!
mehrere von meinem Anwalt vor Gericht bestellten und geforderten ,Sachverständige wurden bis zum heutigen Tag nicht bestellt!
als,ich mich erkundigte,wurde nur ein Gutachter von Insgesamt 4 bereits beauftragt,und die anderen 3.noch nicht,bei einem scheint es schwierig zu sein überhaupt ein Fachgutachter zu finden!


darf sich,ein Prozess,bzw die Bestellung von Sachverständigen endlos hinziehen,oder gibts da keine Fristen?



alles2
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Re: ab,wann spricht man von einer Verschleppung des Prozzeses?

Beitrag von alles2 » 15.10.2020, 02:02

In der Sendung "Am Schauplatz Gericht" vom 1.10.2020 mit dem Titel "Der wehrhafte Nachbar" wurde genau das thematisiert (siehe letzter Beitrag):

https://tv.orf.at/program/orf2/20201001/908502401/story

Da hatte die Gegenseite durch diverse Befangenheitsanträge und krankheitsbedingtes Fernbleiben von der Verhandlung das Ganze in die Länge gezogen. Soweit ich es entnommen habe, war das Gericht dagegen machtlos, während das Ende nicht absehbar war. Daher sind mir keine Fristen bekannt. Aber wenn es dem Richter zu bunt wird, kann er diverse Beweisanträge ablehnen.
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Amoon1
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Re: ab,wann spricht man von einer Verschleppung des Prozzeses?

Beitrag von Amoon1 » 15.10.2020, 10:45

die Problematik war,in meinem Fall,das das Gericht,ein Sachverständiger bestellte,dieser gab mir einen Termin,kurz bevor ich ihn wahrnehmen wollte,kam ein Schreiben vom Gericht,das die beklagte Partei bekanntgab,ein "Nahverhältnis" zum Gutachter zu haben,warum wusten die das nicht vorher,bevor ich den Termin bekam?
um eine Befangenheit zu vermeiden,wurde der ursprünglich bestellte Gutachter wieder abbestellt,und ein neuer gesucht,dies dauerte dann mehr als ein halbes Jahr,bis dann ein neuer Gutachter Termin vergeben werden konnte !

alles2
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Re: ab,wann spricht man von einer Verschleppung des Prozzeses?

Beitrag von alles2 » 15.10.2020, 11:51

Ich hatte auch schon Fälle, da ging das mal schneller, mal dauerte es länger. Also alles nichts aufregendes. Man sollte nur aufpassen, dass man nicht irgendwann glaubt, dass ein Komplott gegen sich im Gange ist, indem man irgendwelche wirren Dinge hineininterpretiert. Wer weiß, vielleicht war es nicht so einfach, einen adäquaten Ersatz zu finden, der zeitnah der Gutachtensbestellung nachkommen konnte.
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Amoon1
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Re: ab,wann spricht man von einer Verschleppung des Prozzeses?

Beitrag von Amoon1 » 15.10.2020, 17:08

meinte ,einem gelesen zu haben,das es eine finale Frist gibt ,weis nicht waren es 5 oder 7 Jahre,wo das Gericht zu einer Entscheidung kommen muß!

alles2
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Re: ab,wann spricht man von einer Verschleppung des Prozzeses?

Beitrag von alles2 » 16.10.2020, 05:16

Sowas ähnliches ist mir nur bei Ermittlungsverfahren bekannt, wo es grundsätzlich eine Höchstdauer von 3 Jahren gibt und diese immer wieder um 2 Jahre verlängert werden kann (108a StPO).

Bei Zivilangelegenheiten kann das Verfahren nach § 169 ZPO ruhen, aber von einer diesbezüglichen Höchstfristweiß ich nichts.
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