Dokumentenfälschung

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Iw48
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Dokumentenfälschung

Beitrag von Iw48 » 22.02.2020, 08:27

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe einen Brief erhalten den ich für ein offizielles Schreiben vom Finanzamt hielt. Das Schreiben mit der Überschrift Einheitswertbescheid würde über mein Schwager (Mehrheitseigentümer) übermittelt. Auf Nachfrage beim Finanzamt teilte man mir mit, dass dieses Schreiben nicht von ihnen stamme. Nun stellt sich mir die Frage, ob dieses Schreiben keine Dokumentenfälschung sowie Amtsanmassung darstellt. LG



alles2
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Re: Dokumentenfälschung

Beitrag von alles2 » 22.02.2020, 11:25

Du meinst Urkundenfälschung nach § 223 StGB.
Amtsanmaßung ist auszuschließen, denn dazu hätte sich der Schwager beispielsweise als ein Beamter vom Finanzamt ausgeben und eine entsprechende Diensthandlung setzen müssen.
Würden bei Punkte zutreffen, käme eventuell der schwere Betrug nach § 147 StGB in Frage.

Aber soweit sind wir noch nicht. Es stellt sich zuerst die Frage, was Dein Schwager mit einem möglicherweise gefälschten Schreiben hätte beabsichtigen wollen. Wenn es sich dabei um Schikane handelt (so wie Du es selbst in einem früheren Beitrag erwähnst), greift nicht mal der einfache Betrug nach § 146 StGB. Wenn er Dich damit hätte "rausekeln" wollen (was Du auch in einem früheren Beitrag geschrieben hattest), kann man mit Betrug und Urkundenfälschung des Strafrechts spekulieren.
Denn im Prinzip ist der vermutete gefälschte Bescheid ohne Konsequenzen geblieben, zumal es keine Auswirkung auf die Grundsteuer oder ähnliches hat. Dennoch, zumindest ein Vorsatz war gegeben und dem könnte man nachgehen.

Als ersten Schritt würde ich es mir vom Finanzamt schriftlich geben lassen, dass das Schriftstück nicht von denen sein kann. Den Rest kann man sich denken. Dazu schätze ich Dich schon als jemand ein, der sich zu wehren weiß!
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Iw48
Beiträge: 22
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Re: Dokumentenfälschung

Beitrag von Iw48 » 22.02.2020, 15:05

Vielen Dank für die Antwort, ich habe vor mich beim Finanzamt zu melden und dann sehe ich weiter. LG

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