Gruende fuer Abweisung einer Teilungsklage - Vertrag zwischen Eigentuemern?!

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Christine2017
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Gruende fuer Abweisung einer Teilungsklage - Vertrag zwischen Eigentuemern?!

Beitrag von Christine2017 » 28.08.2019, 20:26

Die liebe Famile (Bruder/Mutter) will nun Teilungsklage einreichen, weil es nicht nach ihrem Kopf geht.

Es gibt ein Haus, Wald und landwirtschaftliche Flaeche was zu jeweils 1/3 Mutter und 2 Soehnen gehoert und eigentlich einfach durch 3 geteilt werden kann. ABER es gibt auch noch einen schriftlichen Vertrag zwischen den 2 Bruedern indem sich BruderA verpflichtet BruderB 'nach Fertigstellung seines Neubaus' das Elternhaus zu ueberschreiben (der BruderA bekam dafuer vor 20Jahren den 1/3tel Anteil von Mutter und BruderB an einem Baugrund kostenlos ueberschrieben).
Wortlaut: BruderA 'verpflichtet sich daher alle notwendigen Unterlagen in verbuecherungfaehiger Form zu unterschreiben' und 'Dieses Recht stellt kein hoestpersoenliches dar ... geht auf BruderB's allfaellige Erben oder Rechtsnachfolger ueber'.
Die gleiche Vereinbarung gab es MUENDLICH auch mit der Mutter (sie hat das in einer Gerichtsverhandlunge auch zu Protokoll gegegen 'Wenn gebaut worden waere ...').

1) Steht dieser Vertrag einer Teilungsklage im Wege? BruderA will den Vertrag gern ignorieren und alles einfach so aufteilen und sein Grundstueck natuerlich auch behalten. Er offert allerdings 20.000Euro als verspaeteten Kaufpreis fuer den 1/3Anteil an 'seinem Grund' damit der Vertrag nichtig waere.

2) Das Eigentum am 1/3 von BruderB ist inzwischen im Eigentum seiner Frau (lange Geschichte :)). Deshalb, meint Bruder A, sei der Vertrag zwischen den Bruedern hinfaellig? Bin ich (Frau) einfach 'Rechtsnachfolger' oder kann er sich aus dem Vertrag rauswinden (wenn ja, wieso).

Bisher dachte BruderA er waere besonders schlau = wenn er nie baut muss er den Vertrag nie einloesen und hat ein kostenloses Grundstueck. Nun hat er aber etwas lukrativeres gefunden. Er ist so besorgt um seine 70 Jahre alte Mutter, dass er ihr glatt erlaubt, dass sie auf seinem Grundstueck ihren Alterswohnsitz baut. 8) (er sagt ER baut fuer sie)

3) Er will jetzt aufteilen BEVOR gebaut wird (wobei auch das Haus an jemanden gehen soll). Wird diesen Forderungen nicht zugestimmt wird Teilungsklage eingereicht.
Ich habe gelesen dass es nicht viele Gruende gibt eine Teilungsklage abzuschmettern. Unzeit war ein Grund, wenn jemand darin wohnt (zzt die Mutter) aber auch 'steuerliche Nachteile die in ein paar Jahren nicht' mehr vorhanden sein wuerden???
Ich habe dazu keine Paragrafen/Urteile gefunden, frage mich aber ob man das auf den Vertrag zwischen den Bruedern anwenden kann?
Lt Bruder A geht es jetzt ganz bald los mit dem Bauen auf seinem Grund. Danach koennte man dann Vertrag einfach abwickeln und den Rest aufteilen!? (Ich nehme allerdings an,dass weder er noch seine Mutter das Geld haben zu bauen ohne etwas zu verkaufen. Gesagt wurde so etwas noch nicht.)

4) Wenn Haus, Wald und Grundstuecke vorhanden sind, zieht dann 'die Mutter wohnt im Haus' oder koennte sie das Haus einfach bekommen als ihren 1/3 Anteil?

5) Teilungsklage - Kann man alles aufteilen, aber das Haus aus der Sache komplett rauslassen bis gebaut wird. Wenn nie gebaut wird, muessen alle Kosten (Renovierung vom Dach steht an) durch 3 geteilt werden? Oder gibt es nach inzwischen 20Jahren eine Moeglichkeit die 'sobald das Wohnhaus fertiggestellt ist' Klausel auszuhebeln, weil das ja schon eine lange Zeit ist nix zu tun.. :)

6) Die ganzen Drohungen/Verhandlungen via email werden von BruderA gefuehrt die Mutter (als 1/3 Eigentuemer) aeussert sich nicht. Nach eigener Aussage handelt BruderA in ihrem (muendlichen) Auftrag und 'sie' verbittet sich jetzt noch ueberhaupt in den emails cc gesetzt zu werden.
Muss man versuchen sich aussergerichtlich zu einigen bevor Klage eingebracht werden kann? Ist es hier OK jemanden (muendlich) zu bestellen ohne das der Gegenseite mitzuteilen bzw das dann nur ueber diesen Vertreter ausrichten zu lassen?



SK
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Re: Gruende fuer Abweisung einer Teilungsklage - Vertrag zwischen Eigentuemern?!

Beitrag von SK » 30.08.2019, 11:27

Bei der Schilderung Ihres Sachverhaltes würde ich Ihnen dringend empfehlen einen RA aufzusuchen!

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