Recht auf Selbstverteidigung?

In diesem Forum können Sie allgemeine Rechtsfragen aufwerfen und diskutieren.
Antworten
Das_Pseudonym
Beiträge: 541
Registriert: 29.02.2016, 20:39

Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von Das_Pseudonym » 15.01.2019, 13:50

Unser Lieber Herr Bürgermeister Ludwig hat so berichtet es der ORF die "geniale idee" das gesamte Stadtgebiet zur Waffenverbotszone zu machen. :shock: ...
Die Wienerinnen und Wiener sollen und müssen sich natürlich im gesamten Stadtgebiet sicher fühlen.
Das würde bedeuten das 200% mehr Polizisten ihren Dienst verrichten müssten! Es kommt leider öfters vor das man gerade in den Öffis von Regressiven Personal oder was sich dafür ausgibt angegriffen wird. Von Leute Betrunken und Religiösen Fanatiker einmal abgesehen.
Hier noch ein Zitat aus den ORF:
Das Verbot soll sich nicht bloß auf Waffen beschränken, sondern auch auf Gegenstände, die geeignet sind und „den Umständen nach dazu dienen, Gewalt gegen Menschen oder Sachen auszuüben“, wie beispielsweise Taschenmesser.
:shock: ...
Das bedeutet das brave treue und ährliche Bürger den Kriminellen welche unsere Gesetze aber sowas von egal sind schutzlos ausgeliefert sind! Ich konnte die Situation ein paar mal dadurch lösen das Ich meinen gegenüber den Pfefferspray freundlich geigt hatte und dieser der meinung was das es besser ist zu verschwinden anstatt Körperlich übergriffig zu werden.
Nur was dann? Soll es bei uns so werden wie in GB wo Leute zu Säure greifen weil diese legal ist im Gegensatz zu einen Messer. :shock:
Erst vor ein paar Tagen bin Ich von einer Gruppe Geistig Eingeschränkten Personen bedroht worden.
Bis die Polizei da gewesen wäre hätte Ich bereits verstorben sein können!
Welche Rechte hat man gegen solche Gesetze vorzugehen?



FHoll
Beiträge: 225
Registriert: 05.03.2018, 12:21

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von FHoll » 15.01.2019, 23:39

Das_Pseudonym hat geschrieben:
15.01.2019, 13:50
Das bedeutet das brave treue und ährliche Bürger den Kriminellen welche unsere Gesetze aber sowas von egal sind schutzlos ausgeliefert sind!
Glückwunsch, Sie haben soeben ein Top-Argument der NRA vorgebracht.

Das Problem an Ihrer Einschätzung liegt in der Eskalation. Ein Pfefferspray schützt Sie vielleicht vor jemanden, der selbst keine Waffe hat, hat derjenige aber zumindest auch ein Pfefferspray, bringt es Ihnen nichts. Sie können nicht zuerst sprühen - zumindest nicht legal in Notwehr - und ob Sie als zweites noch dazu kommen?
Das gleiche gilt analog auch für Messer, Schusswaffen etc. - und wenn der andere die bessere Waffe hat, zieht man gleich nochmal den Kürzeren.
Schlimmer noch: In dem Moment, da Sie ein Pfefferspray vorzeigen, können Sie bereits eine aufs Maul bekommen - in Notwehr, denn Ihr Gegenüber wurde schließlich durch Sie mit einer Waffe bedroht, die nicht für den Einsatz gegen Menschen vorgesehen ist.

Das Argument, dass Kriminelle sich nicht an sowas halten würden, ist nur bedingt sinnvoll: Kriminelle sind kriminell, weil sie Gesetze brechen. Die Vorstellung, dass Gesetze sinnlos wären, bloß, weil sie gebrochen werden können, ist doch gerade in einem Forum wie diesen etwas primitiv.
Gesetze dienen nicht nur dem Schutz eines Individuums, sondern auch dem Schutz der Gesellschaft und der Bestrafung von Tätern. Sie finden Analogien im Straßenverkehr:
- Niemand kann Sie davor schützen, dass Sie ein anderer Autofahrer frontal rammt.
- Es ist aber nicht nur verboten, andere Autofahrer zu rammen, sondern auch bereits, auf der Gegenfahrbahn zu fahren (zumindest im Allgemeinen)
- Sie können zwar behaupten, dass Sie nicht vorhaben, andere Autofahrer zu rammen, und es Ihnen daher erlaubt sein sollte, auf der Gegenfahrbahn zu fahren - aber das könnte jeder behaupten.
- Wer einen anderen Autofahrer rammen möchte, wird sich dem Gesetz wiedersetzen und trotzdem auf der Gegenfahrbahn fahren. Das kann keiner verhindern.
- Allerdings: Wenn jemand verbotenerweise auf der Gegenfahrbahn fährt und dabei entdeckt wird, kann man ihn womöglich aus dem Verkehr ziehen, bevor er jemanden rammt.
- Wenn nicht, dann kann er sich zumindest nicht darauf hinausreden, dass er ja nur gemütlich auf der Gegenfahrbahn gefahren wäre
- Sie könnten vielleicht, indem Sie auf der Gegenfahrbahn fahren, anderen ausweichen, die ebenfalls auf der Gegenfahrbahn fahren (UK lässt grüßen), aber wenn Sie jemand rammen will, dann schafft er es trotzdem.

Noch verständlich, sinnbildlich erklärt:
Weil es so unsicher um Kindergärten und Schulen ist, holen immer mehr Mütter ihre Kinder direkt am Schuleingang mit großen SUVs ab. Zuviele SUVs um Kindergärten und Schulen machen den Heimweg unsicher. Jede Mutter denkt, wenn ihr Kind den kürzesten Weg zum Auto hat, und das Auto groß genug ist, dann kann ihrem Kind nichts passieren. Alle anderen Kinder sind ja nicht so wichtig.
Würde keine einzige Mutter ihr Kind von Kindergarten oder Schule abholen, sondern diese alleine nach Hause gehen lassen, mit dem Schulbus fahren lassen, oder eine Straße weiter einen Treffpunkt zum abholen vereinbaren, wäre es für alle Kinder sicherer. Aber ohne Abholverbot werden die SUVs immer größer und der Weg zur Eingangstür immer kürzer, bis Mütter beginnen, mit Panzern anzurollen...

Das_Pseudonym
Beiträge: 541
Registriert: 29.02.2016, 20:39

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von Das_Pseudonym » 16.01.2019, 11:38

Glückwunsch, Sie haben soeben ein Top-Argument der NRA vorgebracht.
Das sieht man immer wieder das Kriminelle einfach sachen durchziehen weil Sie wissen das Ihnen wenig passiert. Abgeschoben werden können Sie nicht wegen den Menschenrechten ( :roll: ) und das bisschen Häfen schreckt sie nicht ab weil Sie dort eh Ihre Freunde, Bekannte oder sonst was sehen. :lol: Ein Bett, ne warme Mahlzeit und eventuell noch ein Fernseher. Was wollen Sie mehr. :?
Das Problem an Ihrer Einschätzung liegt in der Eskalation. Ein Pfefferspray schützt Sie vielleicht vor jemanden, der selbst keine Waffe hat, hat derjenige aber zumindest auch ein Pfefferspray, bringt es Ihnen nichts. Sie können nicht zuerst sprühen - zumindest nicht legal in Notwehr - und ob Sie als zweites noch dazu kommen?
Also Ich hatte am Bahnhof zu Recherche zwecke Fotos gemacht und da kommt so ein typ daher und schreit mich an Ich hätte (bewusst) seine Frau Fotografiert und Ich soll das Foto löschen. Ich versicherte Ihm mehrmals das Ich nicht (bewusst) seine Frau Fotografierte und mein Handy Ihm sicher nicht aushändige. Darauf näherte er sich mir und wurde lauter und meinte er würde mich gleich abstechen wenn Ich nicht mein Handy raus rücken würde. Ich möchte kein Klischee bedienen aber er war die Kategorie wo man es jemanden zutrauen könnte.
Denkst du Ich hätte es darauf ankommen lassen wollen? Ich habe Ihm den Pfefferspray gezeigt und geschrienen das er zurück gehen soll was er auch tat. Dann informierte er (!) die Polzei das angeblich Ich Ihm bedrohen würde. :lol: ...
Hätte Ich keinen Pfefferspray dabei gehabt wer weiss was passiert wäre! So sind alle unverletzt aus der sache raus gekommen!
Seine ausrede wäre sicher durch gegangen das er wegen den Ramadan nix gegessen hatte und unter zuckert war. :roll:
Am ende hätte Ich Prügel einstecken müssen und er wäre fein raus gekommen.
Und du musst erst mal mit einen Pfefferspray gute zielen können. Genauso mit einen Messer musst du auch umgehen können weil "nur" eines in der Hand zu halten reicht nicht.
Das gleiche gilt analog auch für Messer, Schusswaffen etc. - und wenn der andere die bessere Waffe hat, zieht man gleich nochmal den Kürzeren.
Schlimmer noch: In dem Moment, da Sie ein Pfefferspray vorzeigen, können Sie bereits eine aufs Maul bekommen - in Notwehr, denn Ihr Gegenüber wurde schließlich durch Sie mit einer Waffe bedroht, die nicht für den Einsatz gegen Menschen vorgesehen ist.
Moment! Wer einen Pefferspray besitzt welcher vom Hersteller als Zertifiziert betrachtet wird hat in AT keine Probleme! Meiner stammt von der selben Firma welche auch die Österreichische Polizei verwendet. Also da sehe Ich keine Probleme!
Und ein Pfefferspray ist ein Instrument welches auf Distanz funktioniert da musst du erst mal mit den Messer in der Hand 1, 2 Schritte machen wo Ich diesen locker einsetzen kann. Hat das gegenüber einen muss man die nachteile ausnutzen wie sehr kurze sprüh dauer, wind, reichweite,...
Es gibt noch andere möglichkeiten wie zb. einen Pefferschaum in die eigene Hand sprühen und dann jemanden damit ins Gesicht fahren. Man muss nur wissen wie man es richtig einsetzt.
Das Argument, dass Kriminelle sich nicht an sowas halten würden, ist nur bedingt sinnvoll: Kriminelle sind kriminell, weil sie Gesetze brechen. Die Vorstellung, dass Gesetze sinnlos wären, bloß, weil sie gebrochen werden können, ist doch gerade in einem Forum wie diesen etwas primitiv.
Klar was soll "nicht abschiebbaren" schon grossartig passieren? Das bisschen Häfen schreckt die doch nicht ab! Das Problem mit Psychisch kranken (dazu gehören Religiöse Fanatiker nun mal) ist das Sie denken im recht zu sein. Wenn einer von denen am Bahnhof, Ubahn,... mit einen Messer, Axt, Flasche,... oder was du auch immer ersinnen kannst um sich schlägt und Leute vorsätzlich ermorden will bringt es nichts Ihm zu erklären das sein handeln falsch ist. Leider gibt es im Vergleich zu früher einen rassanten anstieg von Personen welche Geistig abnorm sind und in der öffentlichkeit Personen angreifen. Ich denke da braucht man nur mal die Zeitung aufschlagen.
Aktuell kann man als Bürger noch was dagegen machen. Derzeit wenn Ich sowas beobachten würde könnte Ich mit meinen Pfefferspray dagegen vorgehen und leben retten. Nur wenn was Gesetzt durchgeht was dann? Muss Ich hilflos mit ansehen wie Leute abgeschlachtet werden?
Gesetze dienen nicht nur dem Schutz eines Individuums, sondern auch dem Schutz der Gesellschaft und der Bestrafung von Tätern.
Ja klar nur fängt das Problem schon früher an. Wir müssten das Krankenhaus Nord in Wien in eine reine Psychiatrie umwandeln um alle Personen mit Mentalen Probleme welche aus allen Teile der Welt zu uns strömen zu behandeln. Werden diese Personen umfassend versorgt? Nein. Es gibt halt Leute welche Ihre Medikamente nicht nehmen (wollen, bewusst "vergessen",...) und durch Religiösen wahn andersgläubige ermorden wollen. Und dann? Anstatt das man den gerecht wird und eine grosse Psychiatrie eröffnet wo alle Stationär behandelt werden muss man diese Leute laufen lassen bis sie jemanden ermorden.
Weil es so unsicher um Kindergärten und Schulen ist, holen immer mehr Mütter ihre Kinder direkt am Schuleingang mit großen SUVs ab.
Wenn wir schon beim Thema gewallt an und um Schulen sind Ich bin dafür das hier mehr gemacht wird! Das hätte mir eventuell ein Leben besseres Leben ermöglicht. :evil: Glaube mir zu den Thema könnte Ich noch viel mehr schreiben was die heile Weltsicht von vielen auf den Kopf stellen würde.
Würde keine einzige Mutter ihr Kind von Kindergarten oder Schule abholen, sondern diese alleine nach Hause gehen lassen
Weisst du was mir passiert ist? Mir hat ein Mitschüler eine Holzlatte mehrfach über den Kopf gezogen und geschriehen "stirb, stirb,...". Später war Ich mehrfach im Krankenhaus. Jetzt sehe Ich auf auf einen Auge schlechter und habe andere Komplikationen seit dem! Was ist den Typ passiert? NIX! GAR NIX! Hat heute wahrscheinlich ein schönes Leben und an schlimmen Tagen wünsche Ich mir das er es am besten zu ende gebracht hätte das Ich heute nicht mehr leiden müsste. :evil:
Das war nicht der erste vorfall dieser art! Was war passiert nix! Und das war erst Anfang der 90er! Heutzutage muss das noch viel schlimmer sein!!!
bis Mütter beginnen, mit Panzern anzurollen...
Ja früher wäre niemand auf die idee in der Schule mit einen Messer aufzutauchen heutzutage scheint es ja die Grundausrüstung zu sein.

Alitchh
Beiträge: 7
Registriert: 16.10.2018, 12:51

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von Alitchh » 17.01.2019, 17:00

Du hast gegen solche Gesetze vorgegangen?

FHoll
Beiträge: 225
Registriert: 05.03.2018, 12:21

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von FHoll » 18.01.2019, 09:04

Das_Pseudonym hat geschrieben:
16.01.2019, 11:38
Also Ich hatte am Bahnhof zu Recherche zwecke Fotos gemacht [...] Denkst du Ich hätte es darauf ankommen lassen wollen? [...] Hätte Ich keinen Pfefferspray dabei gehabt wer weiss was passiert wäre! So sind alle unverletzt aus der sache raus gekommen!
Eine nette Anekdote. Anekdotal kann ich auch erzählen, wie Leute allein durch selbstbewusstes Auftreten eingeschüchtert werden und von angekündigten Gewalttaten zurücktreten. Oder teilweise nichtmal das brauchen, sondern von vornherein nur bellen, nicht beißen.
Sie wissen nicht, was ohne Pfefferspray passiert wäre. Trotzdem sind Sie im festen Glauben, es hätte geholfen. Der Nächste erzählt Ihnen, er hätte in dem Moment ein Stoßgebt zum Herrgott geschickt, und deshalb wäre ihm nichts passiert - aber das wäre ja religiöser Aberglaube ;)
Moment! Wer einen Pefferspray besitzt[...]
Von Besitz sprechen wir nicht, sondern vom führen, bzw. bedrohen einer Person. Pfeffersprays sind Waffen gemäß Waffengesetz, gleich der erste Paragraph: "Waffen sind Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder herabzusetzen[...]"
Ein Pfefferspray 'vorzuzeigen' oder, wie es jetzt eher aussieht, damit auf einen Menschen zu zielen, ist also genau das gleiche, als würden Sie ein Messer zücken. Das ist ein Akt der Aggression. Als Reaktion auf eine verbale Auseinandersetzung ist es überzogen, und Ihr Gegenüber darf sich seiner Körperlichen Unversehrtheit bedroht fühlen.
Wenn einer von denen am Bahnhof, Ubahn,... mit einen Messer, Axt, Flasche,... oder was du auch immer ersinnen kannst um sich schlägt und Leute vorsätzlich ermorden will bringt es nichts Ihm zu erklären das sein handeln falsch ist.
Nein. Aber wäre es nicht super, wenn man jemanden, bei dem man eh schon weiß, dass er nicht richtig tickt, die Axt abnehmen könnte, bevor er damit um sich schlägt?
Während es im Waffengesetz schon schön definiert ist, dass psychisch Kranke nicht verlässlich sind, und es Waffenverbote gibt... ist eine Axt keine Waffe, sondern ein Werkzeug, und unterliegt nicht dem Waffengesetz (sofern eine normale Handaxt und keine Wurfaxt oder Hellebarde etc.) Ich bin mir nicht sicher, ob die Polizei irgendeine Handhabe hat gegen jemanden, der mit Öffis zu Holzschlägerungsarbeiten fährt. Genau da wird eingehakt und nicht Waffen verboten, sondern Gegenstände, die für Gewalt gegen Menschen eingesetzt werden können.
Weisst du was mir passiert ist? Mir hat ein Mitschüler eine Holzlatte mehrfach über den Kopf gezogen und geschriehen "stirb, stirb,...". Später war Ich mehrfach im Krankenhaus. Jetzt sehe Ich auf auf einen Auge schlechter und habe andere Komplikationen seit dem! Was ist den Typ passiert? NIX! GAR NIX! Hat heute wahrscheinlich ein schönes Leben und an schlimmen Tagen wünsche Ich mir das er es am besten zu ende gebracht hätte das Ich heute nicht mehr leiden müsste. :evil:
Das war nicht der erste vorfall dieser art! Was war passiert nix! Und das war erst Anfang der 90er! Heutzutage muss das noch viel schlimmer sein!!!
Anfang der Neunziger, im Kindergarten, habe ich einem anderen Kind eine Holzlatte über den Kopf gezogen, und es musste ins Krankenhaus. Nie mehr gesehen seither, und kann mich nur dunkel dran erinnern. Wär jetzt aber ein zu großer Zufall.

Aber was bringts? Sicher nicht sinnvoll, jeden Schüler mit Pfefferspray auszustatten, und dass Mami vor der Tür im SUV wartet schützt auch nicht vor Übergriffen innerhalb des Schulgeländes.
Aktuell kann man als Bürger noch was dagegen machen. Derzeit wenn Ich sowas beobachten würde könnte Ich mit meinen Pfefferspray dagegen vorgehen und leben retten. Nur wenn was Gesetzt durchgeht was dann? Muss Ich hilflos mit ansehen wie Leute abgeschlachtet werden?
Sie wollen sich mit einem Pfefferspray einem verrückten Axtmörder entgegenstellen? :shock:
Statistisch gesehen darf man schon froh sein, wenn man Hilfe gegen einen Unbewaffneten bekommt. Zivilcourage hat keinen hohen Stellenwert, kaum jemand greift wirklich ein. Selbst ungefährlichere Aktionen - aus Distanz aufmerksam machen, Polizei rufen etc - werden kaum getätigt. Es gibt viele, die damit prahlen, wie sie in einer solchen Situation brillieren würden, aber dann doch vor Angst erstarren - egal, ob sie nun eine Waffe hätten oder nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass sämtliche Beratungsstellen für Zivilcourage davon abraten, eine Waffe zu verwenden.

Unterm Strich: Auch im Falle eines verrückten Axtmörders haben Sie die Möglichkeit, aus der Distanz etwas zu unternehmen. Sie können auf die Situation aufmerksam machen, dem Opfer Hilfe anbieten, die Polizei rufen. Die gleichen Dinge, die Sie auch tun sollten, wenn Sie einen Pfefferspray haben. Nicht angreifen, sondern deeskalieren und zur Flucht verhelfen.

Das_Pseudonym
Beiträge: 541
Registriert: 29.02.2016, 20:39

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von Das_Pseudonym » 20.01.2019, 18:05

Anekdotal kann ich auch erzählen, wie Leute allein durch selbstbewusstes Auftreten eingeschüchtert werden und von angekündigten Gewalttaten zurücktreten.
Wenn sie Körperlich überlegen sind sieht die sache anders aus. :roll:
Was denkst du wenn es 2 sind? Dazu kommt noch das manche auch einen Angriff riskieren wenn die chance "gut" aus zusteigen deutlich gegen einen sind um sie das nur für den "kick" machen. Also bei einen 1 gegen 1 Kampf oder wie du es auch immer nennen willst kann es sein das du die sprichwörtliche Arschkarte ziehst auch wenn du möglicherweise Körperlich überlegen bist.
Sie wissen nicht, was ohne Pfefferspray passiert wäre. Trotzdem sind Sie im festen Glauben, es hätte geholfen. Der Nächste erzählt Ihnen, er hätte in dem Moment ein Stoßgebt zum Herrgott geschickt, und deshalb wäre ihm nichts passiert - aber das wäre ja religiöser Aberglaube
Nehmen wir mal als beispiel Katzen. Niedliche und possierliche Tierchen nicht?
Schaue dir mal (Revier) Kämpfe von den Katzen an da fällt dir auf das nicht immer das Tier "gewinnt" das stärker, grösser oder was auch immer ist. Der Punkt ist einfach das man den gegenüber zeigen muss das er verliert und es erst garnicht darauf ankommen lässt einen Gedanken zu fassen daran das er irgend wie gewinnen könnte. Genau das ist der Punkt.
Du wirs dich eventuell vor einen Radfahrer stellen weil die Chance das du aus der Kollision lebendig weg kommst gross ist.
Anders sieht es aus wenn ein LKW oder gar ein Zug herran rast. Hier würde niemand bei verstand versuchen diesen mit seinen eigenen Körper aufhalten zu wollen.
Nehmen wir ein drastischeres Beispiel. Das Nachbarskind wirft mit Steine über den Zaun und du spritzt mit den Gartenschlauch rüber. Das Risiko nass zu werden ist zwar gegeben aber die Auswirkungen sind gering.
Würdest du aber mit Steine zurück werfen würde sich das Risiko für das Kind erhöhen.
Würdest du dagegen rüber gehen und sagen wir mal Handgreifliche Argumente vorbringen wäre das Risiko daraus so gross das er keine Steine mehr werfen würde.
Genau deswegen Streicheln wir ja auch gerne Kätzchen und keine Löwen oder Tiger. :P
Pfeffersprays sind Waffen gemäß Waffengesetz, gleich der erste Paragraph: "Waffen sind Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder herabzusetzen[...]"
Ein Pfefferspray 'vorzuzeigen' oder, wie es jetzt eher aussieht, damit auf einen Menschen zu zielen, ist also genau das gleiche, als würden Sie ein Messer zücken. Das ist ein Akt der Aggression. Als Reaktion auf eine verbale Auseinandersetzung ist es überzogen, und Ihr Gegenüber darf sich seiner Körperlichen Unversehrtheit bedroht fühlen.
In diesen fall hat das gegenüber den Angriff bereits eingeleitet auch wenn das "nur" Verbal war. Wie würdest du dich verhalten wenn jemand der augenscheinlich nicht herr seiner sinne ist ein paar cm vor dir steht und dir sozusagen ins Ohr flüstert das er sein Messer ziehen wird und dich damit erstechen? Nicht das dieses nicht vorgekommen wäre in der Vergangenheit! Zb. auf einen Niederländisch Bahnhof wo jemand 2 Touristen abgestochen hat. :roll:
Was wäre die alternative gewesen? Die Person zu Boden befördern und solange festzuhalten bis die Behörden vor ort sind?
Das wäre Freiheitsentzug gewesen auch wenn Ich zu Protokoll gegebenen hätte das die Person eine Straftat vorbereitet hat und Ich der Überzeugung war das er diese auch zeitnah umsetzt. Ergebniss Ich wäre in Beweisnot und der dumme.

Du solltest bedenken ein Pefferspray ist für das abwehren von Angriffen entwickelt und anders als ein Messer wenig bis garnicht als Angriffswaffe geignet. Dazu kommt natürlich noch das das gegenüber JEDERZEIT die Möglichkeit hat(te) sich weg zu bewegen. ICH war am Ende des Bahnsteiges und hatte keine möglichkeit zur flucht. Das gegenüber (was es auch gemacht hatte) konnte sich jederzeit umdrehen und sich entfernen. Diese Option hatte Ich nicht.
Sicher nicht sinnvoll, jeden Schüler mit Pfefferspray auszustatten, und dass Mami vor der Tür im SUV wartet schützt auch nicht vor Übergriffen innerhalb des Schulgeländes.
Nein aber Kamera Überwachung überall und geschultes Personal das alles (vor ort) überwacht und ECHTE HARTE Konsequenzen die hängen bleiben und das heisst Zwangsarbeit. Stiegen Putzen, Unkraut zupfen was auch immer. Natürlich gehört das unerwünschte verhalten schon früh beseitigt.
Wenn Eltern den Kindern halt keine Umgangsformen beibringen muss man halt ein Internierungslager einrichten um das Verhalten zu ändern. Denkst du das es ernsthaft so weiter gehen soll? Das sich das Gewaltpotential von Kinder steigert kommt nicht von irgend wo her! Eltern setzen keine Grenzen. Der Kindergarten setzt keine Grenzen die Schule schon garnicht und dann? Jugendstrafe heisst bei Gewalttäter doch nur selten Gefängnis und selbst wenn lachen Sie doch nur darüber. Fernsehen, warmes Essen und zusammen mit den Kumpel beisammen hocken toll nicht?
Das das keinen Erfolg bringt brauchen wir ja nicht zu diskutieren da bedarf es andere Methoden die VIEL früher einsetzen.
ie wollen sich mit einem Pfefferspray einem verrückten Axtmörder entgegenstellen?
Ja weil er dann zumindest nichts mehr sieht für die nächsten paar Stunden und nicht mehr gezielt auf Menschen einschlagen kann. :wink:
Wenn man geschult mit einen Baton ist kann man mit wenig bis gar keinen spät folgen die Person zu boden bringen und mit Handfesseln festsetzen.
Statistisch gesehen darf man schon froh sein, wenn man Hilfe gegen einen Unbewaffneten bekommt. Zivilcourage hat keinen hohen Stellenwert, kaum jemand greift wirklich ein. Selbst ungefährlichere Aktionen - aus Distanz aufmerksam machen, Polizei rufen etc - werden kaum getätigt.
Genau deswegen habe Ich auch min einen Pfefferspray bei der Hand! Weil eben niemand was macht bis es zu spät ist. :evil: Und genau das Recht sich selber zu verteidigen wird jetzt eingeschränkt. Ich hoffe du hast verstanden worauf Ich hinnaus möchte?
Mal ganz davon abgesehen, dass sämtliche Beratungsstellen für Zivilcourage davon abraten, eine Waffe zu verwenden.
Genau die selben die Frauen auffordern eine armlänge Abstand zu halten um nicht vergewaltigt zu werden :roll: und anderer linken Gutmenschen vorschläge. Was kommt als nächstes? Den Axt Mörder solange zu knuddeln bis die Polizei da ist?
Oder Ihm darauf hinweisen das sein vorhaben nicht mit den hiesigen Gesellschaftsbild zusammen passt?
Ich denke mal für die meisten sollte es bekannt sein das Frauen auf der Strasse nicht vergewaltigt werden möchten passieren tut es trotzdem. :roll:
Auch im Falle eines verrückten Axtmörders haben Sie die Möglichkeit, aus der Distanz etwas zu unternehmen. Sie können auf die Situation aufmerksam machen, dem Opfer Hilfe anbieten, die Polizei rufen. Die gleichen Dinge, die Sie auch tun sollten, wenn Sie einen Pfefferspray haben. Nicht angreifen, sondern deeskalieren und zur Flucht verhelfen.
Den Axt Mörder Hilfe anbieten? "Lieber Herr Verwirrter Einzeltäter, Ich weiss Ihre Mentale Situation ist ein wenig kompliziert aber würden Sie bitte kurz aufhören andere Leute tödlich zu verletzen und sich einmal überlegen welches Schicksal den Personen wiederfährt...." Denkst du der verwirrte Einzeltäter würde sofern er überhaupt deutsch versteht darauf eingehen?

FHoll
Beiträge: 225
Registriert: 05.03.2018, 12:21

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von FHoll » 22.01.2019, 15:48

Das_Pseudonym hat geschrieben:
20.01.2019, 18:05
[...]linken Gutmenschen vorschläge[...]
Lieber ein linker Gutmensch, als ein rechter Schlechtmensch :roll:
Du wirs dich eventuell vor einen Radfahrer stellen weil die Chance das du aus der Kollision lebendig weg kommst gross ist.
Anders sieht es aus wenn ein LKW oder gar ein Zug herran rast. Hier würde niemand bei verstand versuchen diesen mit seinen eigenen Körper aufhalten zu wollen.
Man solls nicht glauben, aber es gibt sogar Menschen, die stellen sich vor rollende Panzer...
Sie denken halt nicht weiter, als bis zu sich. Sie wollen ein Zug sein, weil Sie angst haben, überrollt zu werden. Aber für alle anderen heißt das nur, dass es einen Zug mehr gibt, der sie überrollen kann. Mir wäre es lieber, es gäbe kaum Züge, denn dann wüsste man bei jedem Zug, woran man ist, und ich könnte den wenigen ausweichen.
Was wäre die alternative gewesen? Die Person zu Boden befördern und solange festzuhalten bis die Behörden vor ort sind?
Das wäre Freiheitsentzug gewesen auch wenn Ich zu Protokoll gegebenen hätte das die Person eine Straftat vorbereitet hat und Ich der Überzeugung war das er diese auch zeitnah umsetzt. Ergebniss Ich wäre in Beweisnot und der dumme.
Freiheitsentzug verlangt in der Regel eine Mindestdauer von 10 Minuten, die Polizei kam in Wien 2014 durchschnittlich in 4 Minuten. Es gibt zwar meines Wissens keine Vorgaben bei der Polizei, allerdings bei der Feuerwehr: 8 Minuten darf sie in Wien benötigen. So oder so, wenn Sie angegriffen wurden, dürften Sie den Angreifer auch länger außer Gefecht setzen.
Du solltest bedenken ein Pefferspray ist für das abwehren von Angriffen entwickelt und anders als ein Messer wenig bis garnicht als Angriffswaffe geignet.
Huh? Ich sag ja auch nicht, dass Sie ein Messer einpacken sollen, sondern gebe Ihnen den rechtlichen Hinweis, dass ein Pfefferspray kein "Instrument" oder "Werkzeug" ist, sondern ganz klar als Waffe definiert. Sie können ja gerne versuchen, das Waffenrecht zu ändern.

Nein aber Kamera Überwachung überall und geschultes Personal das alles (vor ort) überwacht und ECHTE HARTE Konsequenzen die hängen bleiben und das heisst Zwangsarbeit. Stiegen Putzen, Unkraut zupfen was auch immer. Natürlich gehört das unerwünschte verhalten schon früh beseitigt. Wenn Eltern den Kindern halt keine Umgangsformen beibringen muss man halt ein Internierungslager einrichten um das Verhalten zu ändern. Denkst du das es ernsthaft so weiter gehen soll? Das sich das Gewaltpotential von Kinder steigert kommt nicht von irgend wo her! Eltern setzen keine Grenzen. Der Kindergarten setzt keine Grenzen die Schule schon garnicht und dann? Jugendstrafe heisst bei Gewalttäter doch nur selten Gefängnis und selbst wenn lachen Sie doch nur darüber. Fernsehen, warmes Essen und zusammen mit den Kumpel beisammen hocken toll nicht?
Hey, das ist ein völlig anderes Thema. Nicht, dass ich ganz Ihrer Meinung wäre, aber zumindest sind wir uns einig, dass das Problem einen völlig anderen Ursprung hat und dort bekämpft werden sollte. Aber da Sie verneinen, dass jedes Kind ein Pfefferspray haben sollte: Dann also doch lieber keinem Kind einen Pfefferspray geben, und stattdessen alle Kinder mit Waffen bestrafen? hm?

Ja weil er dann zumindest nichts mehr sieht für die nächsten paar Stunden und nicht mehr gezielt auf Menschen einschlagen kann. :wink: Wenn man geschult mit einen Baton ist kann man mit wenig bis gar keinen spät folgen die Person zu boden bringen und mit Handfesseln festsetzen.
[...]Genau deswegen habe Ich auch min einen Pfefferspray bei der Hand! Weil eben niemand was macht bis es zu spät ist. :evil: Und genau das Recht sich selber zu verteidigen wird jetzt eingeschränkt. Ich hoffe du hast verstanden worauf Ich hinnaus möchte?
Es ist für mich nicht realistisch. Ein Pfefferspray ist kein Wundermittel, Sie haben in den meisten Fällen nur einen Versuch, und keine Garantie, dass Sie treffen. So zu tun, als wären Sie damit unschlagbar, erscheint mir naiv. Spannend: In englischsprachigen Diskussionen wird genau das gleiche Argument für diverse Schusswaffen vorgebracht. Auch mit diesen könne man Menschen aus Distanz außer Gefecht setzen, ohne bleibende Schäden. Und selbst bei denen bleibt es naiv, wenn man sich damit für unbesiegbar hält.
Ich habe absolut verstanden, worauf Sie hinaus möchten. Aus Ihrer Perspektive ergibt es ja auch Sinn - denn Sie wissen ja, dass Sie einer von den Guten sind. Da Sie einer von den Guten sind, sind alle, die gegen Sie sind, die Bösen. Und es ist völlig Okay, gegen die Bösen vorzugehen, schließlich sind es ja die Bösen. Natürlich darf man Zombies abschlachten, sie wollen ja dein Hirn fressen - ganz logisch.

Ich habe eine andere Meinung. Ich weiß nicht nur nicht, ob Sie geeignet sind, eine Waffe zu tragen, ich weiß es auch bei mir selber nicht. Ich weiß nicht nur nicht, ob Sie einer von den Guten sind, ich weiß auch nicht, ob ich es bin. Umgekehrt weiß ich auch nicht, ob alle anderen die Bösen sind. Die Welt ist für mich viel komplizierter. Selbst die Zombies sehe ich nicht strikt als Gegner, denn sie leiden an einer Krankheit - gibt es Heilung? Und wenn nicht, gibt es eine friedliche Koexistenz?

Nun bin ich mir fast sicher, dass Sie eine friedliche Koexistenz mit Zombies ausschließen würden, und lieber - wie in all den Filmen - alle Zombies niedermetzeln. Die Vorstellung, mit Zombies Frieden zu schließen, wird Ihnen absolut fremd sein - darf ich sagen "linksgrünversifftes Gutmenschentum"?
Das schöne ist: Zombies existieren nicht wirklich. Wir können uns nicht von Zombiefakten verblenden lassen, daher kann auch keiner von uns beiden mit Fug und Recht behaupten, er wüsste es besser. Es ist eine reine Einstellungssache, möglicherweise mit einem Hauch von "welche Literatur genoss man?".

Erkennen Sie den philosophischen Unterschied zwischen den Weltanschauungen? Reicht es, um zumindest zu verstehen, wie ich zu meiner Einstellung komme, und diese zu respektieren, auch, wenn Sie sie sich nicht zu Eigen machen?
Denn seien wir uns mal Ehrlich: Um Recht gehts hier nicht.


Den Axt Mörder Hilfe anbieten? "Lieber Herr Verwirrter Einzeltäter, Ich weiss Ihre Mentale Situation ist ein wenig kompliziert aber würden Sie bitte kurz aufhören andere Leute tödlich zu verletzen und sich einmal überlegen welches Schicksal den Personen wiederfährt...." Denkst du der verwirrte Einzeltäter würde sofern er überhaupt deutsch versteht darauf eingehen?
Ich musste Schmunzeln, dass Sie "Opfer" offenbar als Beleidigung gelesen haben, statt als "angegriffene Person". Nein, Sie sollen nicht dem Axtmörder Hilfe anbieten, sondern seinen Opfern. Zumindest, bevor er anfängt, die Axt zu schwingen, und noch ein verbaler Austausch stattfindet. Auch, wenn diese kein deutsch sprechen, sollte die Geste verständlich sein.

Mit dem Axtmörder selbst nur sprechen, wenn ansonsten keine Gefahr droht. Also, zum Beispiel, wenn Sie die ihm nächste Person sind, auf 5 Meter Distanz stehen und Ihr unüberwindbares Pfefferspray dabeihaben. Ich finde es absolut nicht abwegig, in dieser Situation einen Dialog zu versuchen. Immerhin, um ganz doof zu bleiben: kann ja sein, dass er (sie?) auf Drogen ist und echt glaubt, im Wald zu sein. Warum also nicht versuchen, ihn zu beruhigen, anstatt ihn zu provozieren? Einen Ball zuwerfen - vielleicht lässt er die Axt fallen und fängt ihn? Und wenn nicht, dann eben nicht - auch kein Schaden. Besser, mit Worten hinhalten, bis die Polizei eintrifft, als selbst zum Täter zu werden.

Auch schön: Ich habe bei einem Axtmörder sowas in Richtung Redneck im Kopf, auf Österreich bezogen also ein FPÖ-Wähler, dem die Frau weggelaufen ist. Für Sie scheint es eher ein Migrant zu sein. Die Einzelfalllisten sind ja auf beiden Seiten recht lang, aber irgendwie graut es mir davor, was Sie (und ich) tun würden, wenn wir erst später am Ort des Geschehens eintreffen und ein FPÖ-Wähler rangelt mit einem Migranten. Würden Sie sich die Zeit nehmen, rauszufinden, was passiert ist, oder lieber gleich Partei ergreifen? Ich weiß nicht, was ich tun würde - aber ich habe ja keine Waffe, also kann ich nicht den falschen Treffen...

Das_Pseudonym
Beiträge: 541
Registriert: 29.02.2016, 20:39

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von Das_Pseudonym » 05.02.2019, 15:49

In den UK sind Macheten Verboten und was passiert?
https://www.youtube.com/watch?v=rGZcYcc1mXo :roll:

FHoll
Beiträge: 225
Registriert: 05.03.2018, 12:21

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von FHoll » 07.02.2019, 08:33

Das_Pseudonym hat geschrieben:
05.02.2019, 15:49
In den UK sind Macheten Verboten und was passiert?
https://www.youtube.com/watch?v=rGZcYcc1mXo :roll:
Na eh. Wenn Macheten nicht verboten wären, dann wäre das sicher nicht passiert! Denn dann hätte der Mann, auf den von hinten eingestochen wurde, sich mit seiner eigenen Machete verteidigen können! :roll:

Die flächendeckende Bevölkerungsüberwachung der Briten, für die Sie ja auch schon plädiert hatten, hat es übrigens auch nicht verhindert.

Das_Pseudonym
Beiträge: 541
Registriert: 29.02.2016, 20:39

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von Das_Pseudonym » 07.02.2019, 13:01

Die flächendeckende Bevölkerungsüberwachung der Briten, für die Sie ja auch schon plädiert hatten, hat es übrigens auch nicht verhindert.
Momment! Eine Überwachung zb. in einer Schule/ Klassenraum stellt sicher das man den Täter später mit einer größeren Wahrscheinlichkeit identifizieren kann als durch Augenzeugenberichte. Eine tat verhindern kann es das dagegen nicht das ist der unterschied. :wink:
Wenn Macheten nicht verboten wären, dann wäre das sicher nicht passiert! Denn dann hätte der Mann, auf den von hinten eingestochen wurde, sich mit seiner eigenen Machete verteidigen können!
Wenn er einen dabei gehabt hätte er sich umdrehen können und ne Portion Chili verteilen können.
Oder ORF hat ja heute wieder berichtet wie ein Ausländischer Mitbürger jemanden im Amt Ermordet hat mit einen Küchenmesser. :roll: Selbst wenn wir in ganz AT eine Messerverbotszone gehabt hätten hätte es in diesen fall nichts gebracht.

FHoll
Beiträge: 225
Registriert: 05.03.2018, 12:21

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von FHoll » 08.02.2019, 11:02

Das_Pseudonym hat geschrieben:
07.02.2019, 13:01
Wenn er einen dabei gehabt hätte er sich umdrehen können und ne Portion Chili verteilen können.
Ihre Aussage: "In den UK sind Macheten verboten und was passiert?"
Wären in den UK Macheten erlaubt, würde es auch keinen Unterschied machen. Sie kommen wieder mit dem Pfefferspray - aber wie Paranoid muss man sein, um es ständig in der Hand zu halten? Es aus dem Rucksack zu kramen wäre auch zu spät gewesen.

Geht es um Waffen allgemein, oder geht es Ihnen grundsätzlich nur um das Pfefferspray?
Sie könnten nämlich auch argumentieren, dass eine Waffenbeschränkung an sich okay wäre, aber Waffen spezifisch zur Selbstverteidigung ausgenommen sein sollten. Denn wenn es rein um Selbstverteidigung geht hätten Sie ja sicher kein Problem damit, dass zB. die Machete verboten ist.
Damit will ich nicht sagen, dass ich Ihnen dann Recht geben würde. Die Diskussion würde sich lediglich verschieben auf die Frage OB ein Pfefferspray tatsächlich eine reine Selbstverteidigungswaffe ist welche bedenkenlos ausgenommen werden kann, dh. OB der Herr mit Machete weniger gefährlich wäre, wenn er bloß ein Pfefferspray dabei hätte.
Trotzdem wäre es eine bessere Ausgangslage als die derzeitige, bei der ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob Sie nicht auch ein automatisches Maschinengewehr zu Selbstverteidigung verwenden wollen würden.
Das_Pseudonym hat geschrieben:
07.02.2019, 13:01
Oder ORF hat ja heute wieder berichtet wie ein Ausländischer Mitbürger jemanden im Amt Ermordet hat mit einen Küchenmesser. :roll: Selbst wenn wir in ganz AT eine Messerverbotszone gehabt hätten hätte es in diesen fall nichts gebracht.
Da Sie schon davon sprechen: Was halten Sie dann von dem generellen Waffenverbot für Asylwerber? Bisher ging es ja immer darum, dass SIE keine Waffe haben dürfen - wie finden Sie es also, wenn es anderen verboten wird?

Das_Pseudonym
Beiträge: 541
Registriert: 29.02.2016, 20:39

Re: Recht auf Selbstverteidigung?

Beitrag von Das_Pseudonym » 08.02.2019, 18:09

Ihre Aussage: "In den UK sind Macheten verboten und was passiert?"
Wären in den UK Macheten erlaubt, würde es auch keinen Unterschied machen.
Momment hier ist ja das Argument gekommen wenn Messer Verboten sind dann könnte die Polizei ja jemanden das Messer weg nehmen und nichts passiert. :lol:
In UK sind Macheten (zumindest auf der weise wie die Person diese bei sich hatte) Verboten. Hat das Verbot geholfen das die Person die Machete nicht dabei hatte? Nein...
Und sofern es keine Massenkontrollen wie bei einen Fahrschein gibt wird das Gesetz nix bringen als viele Unschuldiger welche Kriminalisiert werden. :evil:
Sie kommen wieder mit dem Pfefferspray - aber wie Paranoid muss man sein, um es ständig in der Hand zu halten? Es aus dem Rucksack zu kramen wäre auch zu spät gewesen.
Nicht genug. :roll: Ich habe meinen so das Ich diesen innerhalb von ein paar Sekunden in der Hand halten kann. Neben bei habe Ich noch meine Taschenlampe bei der Hand welche einen Stroboskob Modus hat als wenig letale Abwehr Methode.
Geht es um Waffen allgemein, oder geht es Ihnen grundsätzlich nur um das Pfefferspray?
Es geht darum Waffen begrenzen wo es sinnvoll ist. Beispiel Schusswaffen für Leute die sich für Schiessport interessieren und ausüben raus geben.
In meinen fall würde Ich einfach gerne mit einen grossen Kaliber auf weit entfernte Zielscheiben schiessen nur das ist schwer möglich da diese Waffen gleich den Kriegwaffenkontrollgesetz unterliegen. Als würde Ich damit einen Weltkrieg starten wollten. :roll: Nur soll man ja in zukunft als Legaler Schusswaffenbesitzer nicht mal mehr diese (ungeladen und sicher verstaut) in die Öffis mit nehmen dürfen sollen. Toll das würde bedeuten wenn Ich ein Gewehr hätte müsste Ich mit den Taxi nach Niederösterreich fahren wobei das Taxi theoretisch auch zu den Öffis zählt.
Messer verbieten bringt in der Praxis nix für die guten weil die bösen sowieso eines haben Gesetz hin Gesetz her. :cry:
Sie könnten nämlich auch argumentieren, dass eine Waffenbeschränkung an sich okay wäre, aber Waffen spezifisch zur Selbstverteidigung ausgenommen sein sollten. Denn wenn es rein um Selbstverteidigung geht hätten Sie ja sicher kein Problem damit, dass zB. die Machete verboten ist.
Wenn Ich das Gesetz schreiben könnte würde Ich die Machete nicht generell verbieten sondern diese nur zulassen wenn Sie in einen versperrten Objekt ist zb. ein Rucksack mit Schloss. Und bei Messer wenn diese nicht direkt am Körper sind sondern in einen Rucksack oder Tasche. Und den Pefferspray so lassen wie es jetzt schon ist. :mrgreen: Es würde mehr sinn machen den Alkohol stark einzuschränken. Heute war in den Öffis wieder einer der Hacke voll war und recht auf Krawall gebürstet. Das ist viel gefährlicher als 10 Leute die friedlich zusammen sitzen und ein Messer dabei haben.
die Frage OB ein Pfefferspray tatsächlich eine reine Selbstverteidigungswaffe ist welche bedenkenlos ausgenommen werden kann
Ja die Langzeitfolgen folgen die ein Pefferspray hat im Vergleich zu einen Messerangriff sind ja recht harmlos. Trotzdem soll jeder einsatz von der Polizei geprüft werden ob es ein Angriff oder eine Abwehr war.
Theoretisch kann man bei Notwehr alles verwenden um den Angriff abzuwehren das es eventuell vor Gericht landet ist schon klar.
OB der Herr mit Machete weniger gefährlich wäre, wenn er bloß ein Pfefferspray dabei hätte.
Falsch! Es geht darum ob das Opfer dadurch den Angriff überlebt oder nicht. Ich finde die Richter sollten mehr schauen was passiert wäre wenn das gegenüber nicht den Angriff abgewehrt hätte. Es soll ja schon vorgekommen sind das Leute aus den Gerichtssaal spaziert sind ohne Strafe "nur" weil das Opfer sprichwörtlich um sein Leben gekämpft hat und nur dadurch überlebt hat.
ob Sie nicht auch ein automatisches Maschinengewehr zu Selbstverteidigung verwenden wollen würden.
Das ist auch nach den aktuellen Waffenrecht nicht erlaubt. :roll: Selbst Semi Automatische Waffen darf man auch nicht einfach so führen. Noch ist das Thema Schusswaffen ein kleines. Auch dazu könnte Ich viel mehr schreiben... :!: :wink:
Was halten Sie dann von dem generellen Waffenverbot für Asylwerber? Bisher ging es ja immer darum, dass SIE keine Waffe haben dürfen - wie finden Sie es also, wenn es anderen verboten wird?
Nein das Problem ist nicht das Messer sondern die Person die dieses Missbraucht. Oder willst du so argumentieren wie so mancher Vergewaltiger: "Die Frau war so aufreizend gekleidet da konnte Ich mich nicht mehr beherrschen und "musste" Sie vergewaltigen!" :roll: ...
Und dann vor Gericht: "Jössas schauens den armen typen an woher sollte der wissen das man bei uns keine Frauen vergewaltigt? Er ist sicher so Traumatisiert und wusste das nicht!"... :roll:

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 9 Gäste