Vertrauensverhältnis zum Anwalt gestört

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quovado
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Vertrauensverhältnis zum Anwalt gestört

Beitrag von quovado » 29.05.2024, 08:22

ich habe meinem Anwalt eine email geschrieben, in der ich ihn bat, den Gegner aufzufordern, Unterlagen zur Verfügung zu stellen und ihm ein Zeitlimit zu setzen und bei Nichteinhaltung rechtliche Schritte in Aussicht zu stellen.

Statt ein Schriftstück zu formulieren hat der Anwalt einfach meine email dem Gegner weitergeleitet. Ich fühle dadurch mein Vertrauensverhältnis zum Anwalt gestört. Hat der Anwalt nicht eine Verschwiegenheitspflicht? D.h. sollte nicht die Kommunikation zwischen Anwalt und Mandant in diese Verschwiegenheitspflicht fallen und nicht Außenstehenden (in diesem Fall sogar dem Gegner) zugetragen werden?

Danke schon im voraus für euer Antworten.



alles2
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Re: Vertrauensverhältnis zum Anwalt gestört

Beitrag von alles2 » 29.05.2024, 12:29

Anscheinend war der Inhalt mit dem Gewissen Deines Anwaltes vereinbar und er hat keinen Bedarf gesehen, es noch großartig auszuschmücken. Ansonsten würde ich ihn um eine Stellungnahme bitten (vielleicht liegt ein Missverständnis vor) und ihn aufklären, wie Du Dir seine Herangehensweise eigentlich vorgestellt hättest. Hat er Dich mit seiner Handlung enttäuscht, obliegt es Dir, den Anwalt zu wechseln.

Es macht schon einen Unterschied, was die Mail inhaltlich enthält. Sind es Informationen, die einem Dritten nichts angehen, dann hätte auch ich meine Bedenken. Aber geht es um Fakten, die der Parteigegner ohnehin übermittelt bekommen hätte (wenngleich womöglich in anderen Worten), würde ich das Problem nicht erkennen.
Derweil nur stiller Mitleser, da ich gerade von Anwälten schikaniert wurde. Keine Anfragen mehr nach deren Namen und ob Ihr deren Kanzlei auf Google negativ bewerten sollt. Gerne melde ich mich per PN auf Eure Beiträge. Vorher bitte die Forensuche nutzen!

quovado
Beiträge: 8
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Re: Vertrauensverhältnis zum Anwalt gestört

Beitrag von quovado » 29.05.2024, 13:44

ja, aber dann hätte ich meine email auch gleich selbst dem Gegner schicken können - dann vermutlich mit anderen Worten..

Eigentlich sollte der Anwalt von sich aus die Initiative ergreifen - ist ja sein Job! und er sollte das rechtliche Hintergrundwissen haben. Nachdem ein Monat keine Bewegung in der Causa stattgefunden hat, wollte ich den Anwalt auffordern endlich aktiv zu werden und habe ihm meinen Vorschlag unterbreitet. Und er leitet einfach meine email weiter!

Natürlich hat es mehr Gewicht, wenn ein Anwalt ein Schreiben verfasst. Ich bin schon sehr enttäuscht - wozu bezahle ich ihn dann?

Wäre das ein Grund den Anwalt zu wechseln?

alles2
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Re: Vertrauensverhältnis zum Anwalt gestört

Beitrag von alles2 » 30.05.2024, 01:04

Deine Fragen verunsichern mich etwas. Es handelt sich aber schon um einen selbst gewählten Anwalt oder hast Du ihn im Zuge des Rechtsschutzes zugeteilt bekommen? Und hat er Deine Mail tatsächlich 1:1 übernommen oder hat er wenigstens doch eine Frist gesetzt, bis wann die Unterlagen zu übermitteln wären? Es bleibt dabei, dass man schon erfragen kann, warum er die Sache derart schleifen lässt. Sicher kannst Du anmerken, dass sein Agieren nicht Deinen Vorstellungen entspricht und Du gedenkst, es mit einer anderen Kanzlei zu versuchen, da er so "das Geld nicht wert" sei. Es macht jedoch den Anschein, als wäre er nicht wirklich an der Mandantschaft interessiert, und viel verlangen kann er ohnehin nicht, wenn er für die Aufträge kaum Zeit aufwendet.
Derweil nur stiller Mitleser, da ich gerade von Anwälten schikaniert wurde. Keine Anfragen mehr nach deren Namen und ob Ihr deren Kanzlei auf Google negativ bewerten sollt. Gerne melde ich mich per PN auf Eure Beiträge. Vorher bitte die Forensuche nutzen!

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